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Deutschlands Eishockey-C-Auswahl hat beim Deutschlandpokal in Krefeld um einen Auftaktsieg gezittert. Die unerfahrene Auswahl von Bundestrainer Toni Söderholm gewann mit 3:2 (1:1, 1:1, 0:0) nach Verlängerung gegen Dänemark.

Daniel Schmölz erzielte in der vierten Minute der Verlängerung den entscheidenden Treffer. Der Nürnberger hatte bereits in der regulären Spielzeit gemeinsam mit Marc Michaelis vom Schweizer Team SCL Langnau getroffen. Für Dänemark waren Anders Koch von den Aalborg Pirates und Nicolai Meyer von Red Bull Salzburg erfolgreich.

Die Kulisse in der Yayla Arena in Krefeld war enttäuschend. Knapp 800 Zuschauer wollten das Auftaktspiel der deutschen Talente sehen. Söderholm hatte bewusst auf eine Reihe von Stammmitarbeitern verzichtet. Überraschenderweise fehlte im ohnehin schon sehr unerfahrenen Kader mit Marco Nowak von den Eisbären Berlin der erfahrenste Spieler im Kader, dem zehn DFB-Pokal-Debütanten und drei Nationalmannschafts-Neulinge angehörten.

Talente und Rückkehrer im Fokus

Der Fokus des Bundestrainers in Krefeld liegt eher auf den Talenten bzw. Rückkehrern wie Frankfurts Dominik Bokk und Kölns Maximilian Kammerer, die nach zuletzt guten Leistungen in der Deutschen Eishockey Liga mit Blick auf die WM in Tampere im kommenden Mai eine weitere Chance bekommen haben. Auch dann trifft Deutschland in der Vorrunde wieder auf Dänemark.

Besonders hoch waren die Erwartungen an Ausnahmetalent Bokk, der trotz seines Vertrages bei den Carolina Hurricanes noch immer auf sein NHL-Debüt wartet. Der 22-Jährige, der als Leihspieler von den Löwen Frankfurt aktuell drittbester DEL-Torschütze ist, machte zunächst keine Eigenwerbung wie viele andere. Da von den von Ex-DEL-Spieler Heinz Ehlers trainierten Dänen wenig zu sehen war, passte die Kulisse zum überschaubaren Niveau auf dem Eis. In puncto Tempo und Intensität fehlte noch einiges.

Deutschland hat am Samstag (17.30 Uhr/Sport1 und MagentaSport) gegen Österreich und am Sonntag (14.30 Uhr/MagentaSport) gegen den Olympia-Dritten Slowakei die Chance, sich zu verbessern.

Begünstigt wurde die deutsche Führung durch ein Missgeschick: Der dänische Verteidiger Koch lenkte einen Michaelis-Schuss ins eigene Netz ab, glich dies aber wenig später mit einem herrlichen Abschluss von der blauen Linie ins Kreuzeck aus. Torhüter Dustin Strahlmeier von den Grizzlys Wolfsburg wurde aus dem Sichtfeld versperrt.

Schwaches Niveau im letzten Drittel

Im Mittelabschnitt startete die deutsche Auswahl mit Problemen und wurde erst nach dem 1:2, das in letzter Sekunde eines Manpower-Spiels fiel, deutlich dominanter. Der Lohn für die bis dahin stärkste Spielphase war der verdiente Ausgleich durch die Nürnberger Schmölz. Unterdessen gelang es der Mannschaft von Söderholm nicht, mehr Tore zu erzielen.

Die wenigen Zuschauer sahen dann nur noch Krampf. Im letzten Abschnitt sank das Niveau auf ein Minimum. Gelegenheiten ergaben sich einfach zufällig.