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Zahlreiche Demonstrationen gegen Rechtsextremismus begannen

Proteste in Berlin und Brandenburg

Zahlreiche Demonstrationen gegen Rechtsextremismus begannen


Berlin

PRESSCOV über ZUMA Press Wire

Audio: rbb24 Inforadio | 20.01.2023 | Mathias Wetzl | Bild: PRESSCOV über ZUMA Press Wire

Nach bundesweiten Demos am Freitag wollen zahlreiche Initiativen am Wochenende erneut gegen rechts protestieren. Am Samstagnachmittag haben in Brandenburg bereits mehrere Aktionen begonnen – am Sonntag soll eine weitere Demonstration in Berlin folgen.

Nach Angaben der Veranstalter gingen am Samstag in zahlreichen deutschen Städten insgesamt weit über 100.000 Menschen für die Verteidigung der Demokratie und gegen Rechtsextremismus auf die Straße. Allein in Frankfurt am Main beteiligten sich am Nachmittag rund 35.000 Menschen, aus Hannover wurden ähnlich viele Teilnehmer gemeldet. Auch in Berlin und Brandenburg kam es zu zahlreichen Protesten.

Auslöser der Proteste war ein Bericht des Medienunternehmens Correctiv aus der vergangenen Woche über ein bisher unbekanntes Treffen von Rechtsradikalen in einer Potsdamer Villa am 25. November. An dem Treffen nahmen auch mehrere AfD-Politiker sowie einzelne Mitglieder der CDU und der konservativen Werte-Union teil.

Kundgebungen in Berlin am Samstag und Sonntag im Regierungsviertel

Für Berlin sind an beiden Wochenendtagen Demonstrationen angemeldet. Am Samstag startete um 14:30 Uhr eine Aktion unter dem Motto „Gemeinsam hier. Gemeinsam stark gegen Rückwanderungsideologie und Faschismus“ mit einer Kundgebung vor dem Brandenburger Tor

Am Sonntag um 16 Uhr ist eine Protestkundgebung vor dem Bundestag geplant. Unter dem Motto „Vielfalt statt Hass“ ruft ein Bündnis rund um die Initiative Fridays for Future dazu auf. An der Ausschreibung beteiligen sich der DGB, der Paritätische Gesamtverband, das Jüdische Filmfestival und der Verein Campact. Nach Angaben der Berliner Polizei wird sich eine Demonstration vom Platz der Republik durch das Regierungsviertel über die Marschallbrücke, Reinhardstraße, Otto-von-Bismarck-Allee, Heinrich-von-Gagern-Straße zurück zum Platz der Republik bewegen.

Das Bündnis „Gemeinsam gegen Rechts“ hat bundesweit zu zahlreichen Demonstrationen aufgerufen, unter anderem in Bernau und Eberswalde (Barnim) sowie im brandenburgischen Luckenwalde (Teltow-Fläming).

Nach rbb-Informationen demonstrierten rund 300 Teilnehmer in Spremberg (Spree-Neiße). Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) betonte, dass der Strukturwandel ohne den Zuzug von Fachkräften und Wissenschaftlern aus aller Welt nicht gelingen könne. Weltoffenheit sorgt für Wohlstand in der Region. Im Frühjahr sollen internationale Forschungsinstitute in Spremberg im Industriepark Schwarze Pumpe starten.

Auch für Sonntag sind zahlreiche Proteste geplant:

  • Strausberg: 11 Uhr, Landsberger Tor
  • Cottbus: 11 Uhr, Rathausvorplatz
  • Falkenhagen: 11 Uhr, Sportplatz
  • Perleberg: 14 Uhr, Großer Markt
  • Templin: 14 Uhr, Marktplatz
  • Fürstenwalde: 15 Uhr, Marktplatz



Demos in ganz Deutschland – rund 50.000 Menschen am Freitag in Hamburg

Bei Demonstrationen gegen Rechts in ganz Deutschland werden Zehntausende Menschen erwartet.

Allein am Samstag rechnen die Veranstalter bei einer Kundgebung in Hannover mit deutlich mehr als 10.000 Teilnehmern. Weitere größere Demonstrationen sind für Samstag unter anderem in Dortmund, Erfurt und Heidelberg geplant.

Am Freitag musste eine Demonstration in Hamburg wegen des großen Andrangs abgesagt werden. Einer der Organisatoren führte Sicherheitsbedenken an. Menschen brachen in der Menschenmenge zusammen und die Feuerwehr konnte nicht durchkommen. Es bestand auch die Sorge, dass Menschen in die Alster gedrängt würden. Die Polizei sprach von 50.000 Teilnehmern, die Veranstalter von 80.000.

Nach Angaben der Polizei gingen am Freitag in Münster mehr als 10.000 Menschen auf die Straße, in Bochum 13.000, in Kiel rund 4.000 und in Jena 3.000.

Ausstrahlung: rbb24 Inforadio, 20. Januar 2023, 11 Uhr


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