Deutschland Nachrichten

WM-Update vom 24. November: Ronaldo schreibt Geschichte, Debatte um Kimmich


WM 2022 in Katar – der Spielplan zum Download

WM 2022 im Newsticker – Belgien-Star ätzt gegen Proteste der deutschen Mannschaft

WM-Thema des Tages – Cristiano Ronaldo schreibt Geschichte

Nach einem Elfmeter zum 1:0 im Gruppenspiel gegen Ghana war Cristiano Ronaldo der erste Profifußballer, der bei fünf verschiedenen Weltmeisterschaften ein Tor erzielte. Der 37-jährige Portugiese ist alleiniger Rekordhalter in dieser Kategorie. Zuvor war der Superstar einer von fünf Spielern, die bei vier verschiedenen Weltturnieren getroffen haben. Das gelang neben Ronaldo auch dem Brasilianer Pelé, den Deutschen Uwe Seeler und Miroslav Klose und zuletzt dem Argentinier Lionel Messi.

Es war Ronaldos achtes WM-Tor. WM-Rekordtorschütze Miroslav Klose kommt auf 16 Tore in Endspielen. Ronaldo ist jetzt nur noch ein Tor davon entfernt, den portugiesischen Rekord von neun Toren zu erreichen, den Eusebio zuvor aufgestellt hatte. Der Offensivspieler nimmt nach 2006, 2010, 2014 und 2018 an seiner fünften WM in Katar teil. In seinen ersten drei Turnieren erzielte er jeweils ein Tor, hinzu kamen vier WM-Tore in Russland 2018.

Das DFB-Thema des Tages – bewegt Bundestrainer Kimmich?

Das deutsche Team steht im zweiten Gruppenspiel unter Druck. Während die Spanier gegen Costa Rica offensiv zauberten, glänzte das DFB-Team mit defensiven Mängeln. Jetzt ist Flick gefragt. Der Bundestrainer konnte sich an einen Wechsel aus dem Jahr 2014 erinnern.

Dort brachte Joachim Löw Philipp Lahm nach einem knappen Vorstoß gegen Algerien wieder auf die Rechtsverteidigerposition zurück. Damals brauchte es die Verletzung von Shkodran Mustafi, um vom ursprünglichen Plan mit Lahm als Sechser abzuweichen. Das heutige Äquivalent heißt Joshua Kimmich. Der 27-Jährige sieht sich als Tempomacher der deutschen Mannschaft und macht keinen Hehl daraus, dass die sechste Position vor der Abwehr seine Paraderolle ist. Sogar von einer Abneigung gegen die Position des Rechtsverteidigers ist die Rede.

Dennoch wäre eine Übertragung problemlos machbar. Im Champions-League-Finale 2020 gegen Paris St.-Germain musste Kimmich mit den Bayern ebenfalls dorthin, weil die Headquarters mit Leon Goretzka und Thiago bereits überragend waren. Entscheider damals wie heute? Hansi Flick.

WM-News kompakt – Hazard lästert über DFB, ARD mit Quotenflop

  • Belgien-Star Hazard lästert über den DFB-Protest

Belgiens Kapitän Eden Hazard hat kein Verständnis für die deutsche Protestaktion vor dem 2:1-Unentschieden am Mittwoch gegen Japan. „Es wäre besser gewesen, wenn sie es nicht getan und gewonnen hätten“, sagte der 31-jährige Hazard von Real Madrid laut dem französischen Radio RMC nach dem 1:0-Sieg Belgiens gegen Kanada am Mittwochabend.

Die deutschen Spieler hatten sich vor dem Spiel gegen Japan demonstrativ den Mund zugehalten, nachdem die Fifa Konsequenzen für das Tragen der „One Love“-Kapitänsbinde angekündigt hatte. „Wir sind hier, um Fußball zu spielen, ich bin nicht hier, um eine politische Botschaft zu verbreiten, dafür sind andere Menschen besser geeignet. Wir wollen uns auf Fußball konzentrieren“, so Hazard laut RMC weiter.

  • Quotendesaster für die ARD im DFB-Spiel gegen Japan

Dramatischer Zuschauereinbruch bei der deutschen Nationalmannschaft: Ab 14 Uhr sahen nur noch 9,23 Millionen Zuschauer das Auftaktspiel gegen Japan (Marktanteil: 59,7 Prozent). Beim jüngeren Publikum (14 bis 49 Jahre) lag der Marktanteil mit 62,7 Prozent etwas höher.

Dennoch ist der Rückgang in absoluten Zahlen enorm. Zum Vergleich: Bei der WM in Russland vor vier Jahren, als die deutsche Mannschaft mit einer 0:1-Niederlage gegen Mexiko ins Turnier startete, saßen 25,97 Millionen Menschen vor den Fernsehern. Der Marktanteil lag damals bei 81,6 Prozent. Damit verlor das deutsche Team über 17 Millionen Zuschauer.

Auch die anschließenden Partien im Ersten verliefen enttäuschend. Das Spiel Belgien-Kanada wurde zur besten Sendezeit ab 20 Uhr von 4,33 Millionen Zuschauern verfolgt, während Spanien gegen Costa Rica ab 17 Uhr von 3,89 Millionen Zuschauern verfolgt wurde

Ergebnisse des Tages – Spanien hoch, Belgien glücklich

Schweiz – Kamerun 1:0 (0:0)

Uruguay – Südkorea 0:0 (0:0)

Portugal – Ghana 3:2 (0:0)

Brasilien – Serbien 2:0 (0:0)

Video des Tages – Emotionaler Louis Van Gaal umarmt jungen Journalisten

Bei der WM in Katar gab es am Donnerstagnachmittag einen emotionalen Moment. Ein junger Journalist aus dem Senegal erklärte dem holländischen Startrainer Louis Van Gaal seine Fanliebe.

Die WM-Spiele am Donnerstag im Überblick

Wales – Iran (Gruppe B, 11 Uhr)

Wales: Nach dem 1:1 gegen die USA mit dem späten Elfmetertor von Stürmerstar und Kapitän Gareth Bale hofft der EM-Halbfinalist von 2016 auf seinen ersten Sieg. Im Team von Trainer Rob Page steht natürlich das letzte Gruppenspiel am Dienstag gegen England im Mittelpunkt. Diesmal konnte Kiefer Moore von Beginn an für Daniel James stürmen. Der lange verletzte Mittelfeld-Routinier Joe Allen ist wieder voll im Training.

Iran: Der Druck auf der Elf ist groß – sportlich und politisch. Beim Spiel gegen Wales wird das Land auch schauen, ob die Spieler während der Nationalhymne schweigen und damit ihre Unterstützung für die Proteste zum Ausdruck bringen. Sportlich ist nach dem 2:6 gegen England ein Sieg nötig, wenn das Achtelfinale noch möglich ist. Trainer Carlos Queiroz dürfte vor allem in der Abwehr umbauen. Ob Torhüter Alireza Beiranvand nach einer Kopfverletzung im ersten Spiel einsatzfähig sein wird, ist unklar. Leverkusens Stürmer Sardar Azmoun wird voraussichtlich in der Startelf stehen.

Katar – Senegal (Gruppe A, 14:00 Uhr)

Katar: Der Asienmeister steht nach der enttäuschenden 0:2-Niederlage gegen Ecuador im Auftaktspiel unter großem Druck. Ein Sieg gegen Senegal muss her, wenn die Mannschaft nicht wie nie zuvor von einem Gastgeber eliminiert werden will. Der spanische Trainer Felix Sanchez kündigte an, dass die Mannschaft nun ihr wahres Können zeigen wolle. Die Fans sollen wissen, dass die Mannschaft besser spielen kann.

Senegal: Auch bei seinem dritten WM-Auftritt startete der Afrikameister erstmals mit einer Niederlage. Bundestrainer Aliou Cissé sieht die Leistung gegen die Niederlande dennoch positiv, lediglich die Effizienz habe gefehlt. Auffällig ist das Fehlen des verletzten Bayern-Stars Sadio Mané. Aber es gibt keine weiteren persönlichen Rückschläge. Leipzigs Abdou Diallo hat sich von seiner Muskelverletzung erholt, könnte aber durch den Kölner Ismail Jakobs ersetzt werden. Der Einsatz des angeschlagenen Cheikhou Kouyaté ist noch fraglich.

Niederlande – Ecuador (Gruppe A, 17:00)

Niederlande: Nach dem 2:0 gegen Senegal könnte ein weiterer Sieg vorzeitig ins Achtelfinale einziehen. Trainer Louis van Gaal wird seine Startelf kaum verändern, nur das Startelf-Debüt von Memphis Depay scheint sicher. Der Stürmer des FC Barcelona wurde gegen Senegal erst nach einer Stunde eingewechselt, weil er seit Mitte September verletzungsbedingt keine Spielpraxis hatte.

Ecuador: Das Selbstbewusstsein ist groß, die Stimmung super. Nach dem 2:0 zum Auftakt gegen Gastgeber Katar fühlen sich die Südamerikaner auch für die Niederlande stark genug. „Wir spielen jetzt gegen eine Mannschaft, die Weltmeister werden will. Wir haben nichts zu verlieren“, sagte Bundestrainer Gustavo Alfaro. Ob Torschütze Énner Valencia spielen kann, ist noch unklar. Der 33-Jährige von Fenerbahce Istanbul erlitt nach seinen beiden Toren gegen Katar einen Schlag auf den Knöchel.

England – USA (Gruppe B, 20 Uhr)

England: Cheftrainer Southgate hat nach dem berühmten 6:2-Sieg gegen den Iran wenig Anlass, große Veränderungen vorzunehmen. Auch das offensivere 4-2-3-1-System mit Dortmunds Jude Bellingham als Schlüsselspieler im Zentrum soll bestehen bleiben. Phil Foden und Jack Grealish sind Kandidaten für die Startelf. Captain Harry Kane wurde rechtzeitig fit.

VEREINIGTE STAATEN: Nach dem 1:1 gegen Wales, als das US-Team nach einer starken ersten Halbzeit noch unter großem Druck stand, könnte der nicht berufene Dortmunder Giovanni Reyna in die Startelf rücken. Aber wer bleibt draußen? Ex-Bremen Josh Sargent, Wales-Torschütze Timothy Weah oder jemand ganz anderes? Die Amerikaner gehen furchtlos in das Duell mit dem Gruppenfavoriten.

belgien kanada

Die WM 2022 LIVE auf MagentaTV

Belgien – Kanada

23.11.2022 | 20.00



Schaltfläche "Zurück zum Anfang"