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Wirtschaft – Mittelstand: Viele kleinere Unternehmen in Deutschland sehen sich in einer desolaten Lage


Viele kleinere Unternehmen in Deutschland befinden sich in einer verzweifelten Lage. (Heiner Kiesel)

Inhaber kleinerer Hotels, Bäckereien, Architekturbüros, Klempnerfirmen, Finanzämter und dergleichen sehen ein „über Generationen tradiertes Werk schlecht“, sagte Geschäftsführer Jerger im Podcast „The Pioneer“. Sie fragten sich, ob sie ihre Mitarbeiter noch halten, Rohstoffe beschaffen, neue Fachkräfte finden könnten. Es werde immer über erneuerbare Energien gesprochen, aber es sei auch notwendig, das Land zu erneuern, erklärte Jerger. Industrie und Bildungseinrichtungen müssten sie gemeinsam „transformieren, digitalisieren und optimieren“. In der Vergangenheit sei es der Politik gelungen, „das Land so zu regulieren und zu kontrollieren, dass nichts mehr geht“. Als Beispiele nannte er die Verschärfung des Datenschutzes oder neue Sorgfaltspflichten wie das Lieferkettengesetz. Man kann nicht aus jedem Unternehmer einen Experten für alle Rechtsordnungen machen. Hier ist Entgiftung gefragt.

Außerdem müssten Unternehmenssteuern gesenkt, die Energieversorgung gesichert und in Bildung und Fachkräftezuzug investiert werden. Da muss man sich rechtzeitig Gedanken machen, bevor die Firmen bankrott gehen. Mittelständische Unternehmen, deren Stärke in ihrer Standorttreue liege, müssten besonders geschützt werden, sagte Jerger.

Diese Botschaft wurde am 26.01.2023 im Deutschlandfunk ausgestrahlt.