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Winterwetter in Deutschland: Schneefälle, Ausfälle und Unfälle


Winterwetter in Deutschland: Schneefälle, Ausfälle und Unfälle

Stand: 5. Dezember 2023 11:45 Uhr

Schnee und Eis ziehen über Deutschland. Das Winterwetter hat die Regionen, insbesondere im Süden, fest im Griff. Die Wetterlage stellt vor allem im Straßenverkehr eine Gefahr dar – bei einem Unfall im Erzgebirge ist ein Kind ums Leben gekommen.

Es ist Winter in Deutschland. Die niedrigen Temperaturen bringen neben mehreren Zentimetern Neuschnee auch Glatteis, Schneeregen und Sturmböen mit sich. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für mehrere Landesteile Unwetterwarnungen herausgegeben.

Vor allem der Verkehr leidet unter der unwirtlichen Witterung: Glatte Straßen dürften auch in den kommenden Tagen weiterhin zu Unfällen führen, zudem ist der Zug- und Flugverkehr im Land mancherorts stark beeinträchtigt.

Tödlicher Busunfall und Glatteis im Osten

Bei einem Unfall mit einem Schulbus im Erzgebirge ist heute Morgen ein Kind ums Leben gekommen. Bei dem Opfer handelt es sich um einen Studenten, teilte die Polizei mit. Zudem wurden zwei Erwachsene, darunter der Busfahrer, schwer verletzt. Mindestens zehn weitere Schulkinder wurden verletzt und vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.

Der Bus sei in Sehmatal mit einem Winterdienstfahrzeug kollidiert, sagte ein Polizeisprecher. Anschließend prallte der Bus frontal gegen einen Baum. Nach erster Einschätzung der Polizei war die Fahrbahn zum Unfallzeitpunkt glatt.

Auch auf zahlreichen anderen Straßen im sächsischen Bergland sorgte nächtlicher Regen für Glätte. „Am Morgen wurde der Niederschlag durch eine warme Luftschicht in rund 1.500 Metern Höhe von Schnee in Regen umgewandelt“, erklärte Florian Engelmann vom DWD. Fällt der Regen auf geräumte, exponierte Straßen, die vor allem in den höheren Lagen Temperaturen unter Null Grad haben, wird es extrem rutschig.

In Südthüringen fielen zahlreiche Lkw witterungsbedingt aus – im Landkreis Sonneberg parkten mehrere Fahrzeuge quer über die Straße. Auf der A71 im Raum Suhl liegt allerdings noch eine komplette Schneedecke und der Winterdienst ist im Dauereinsatz.

Auch im Norden rutschig und Neuschnee

Auch in Nordniedersachsen, Hamburg und Südschleswig-Holstein sind nach dem Schneefall viele Straßen rutschig. In diesen Regionen muss mit langsamem Verkehr und Staus gerechnet werden. So ist beispielsweise die A1 zwischen Bramsche und dem Osnabrücker Hafen wegen Rettungsarbeiten gesperrt.

In Hamburg verkehrte die S-Bahn nur eingeschränkt oder gar nicht. Für Norddeutschland hat der DWD heute bis zu acht Zentimeter Neuschnee angekündigt, stellenweise sind bis zu 15 Zentimeter möglich. Insgesamt besteht eine erhöhte Glättegefahr. Das soll auch in den kommenden Tagen so bleiben.

Schulausfälle und Verkehrschaos in Hessen

In Teilen Hessens muss weiterhin mit Schnee, Graupel und Glätte gerechnet werden. Den ganzen Tag über regnet es häufig, was in den Bergen zu Glatteis führen kann. Es schneit abends und nachts, besonders in den höheren Lagen. Seit Montagnachmittag kam es aufgrund anhaltenden Schneefalls und Glatteis zu zahlreichen Unfällen mit Verletzten und Staus. Die Polizei Offenbach meldete heute Morgen 25 Unfälle mit neun Verletzten in Südosthessen.

Auf der A60 kam es zwischen dem Rüsselsheimer Dreieck und dem Nahetaldreieck vorübergehend zu einem Verkehrsstau auf 40 Kilometern. Auch auf der A5 bildete sich auf glatter Fahrbahn ein 16 Kilometer langer Stau. Aufgrund der Witterung und der daraus resultierenden unpassierbaren Schulwege ist auch an einigen hessischen Schulen der Präsenzunterricht ausgesetzt und es findet Distanzunterricht statt.

Süddeutschland versinkt im Schnee

Auch in Bayern und Baden-Württemberg kommt es zu Schulausfällen. Für weite Teile Niederbayerns besteht eine Unwetterwarnung vor erheblicher Glätte. Wegen des Eisregens bleiben die Schulen in mehreren Bezirken geschlossen. Andernorts führt die starke Schneelast auf den Schuldächern dazu, dass die Gebäude vorsorglich nicht betreten werden dürfen. Die Deutsche Post teilte mit, dass Briefe und Pakete in Südbayern aufgrund des Schnees nur in den kommenden Tagen zugestellt werden könnten.

Blitzeis verursachte Verkehrschaos auf den bayerischen Straßen und einen Massenunfall mit 13 Fahrzeugen, außerdem wurde die Autobahn 99 gesperrt. Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Sattelschlepper auf der Autobahn 8 in Oberbayern sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Auch der Flughafen München stellte den Betrieb bis zum Mittag ein.

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