Politische Nachrichten

Wildnistrainer rät Wiederholungen und Honigversorgung

  1. tz
  2. Welt

Erstellt:

Von: Nadja Zinsmeister

Teilt

Ein Blackout ist in Deutschland nicht ganz ausgeschlossen. Ein Wildnistrainer will den Ernstfall proben. Und setzt auf Honig – aus zwei Gründen.

München – Die Angst vor einem Blackout in Deutschland wurde in den vergangenen Monaten immer mehr genährt. Aufgrund der Energiekrise scheint es plötzlich nicht mehr ganz unwahrscheinlich, dass es zu einem großflächigen Stromausfall für Stunden oder gar Tage kommt. Zuletzt hatte ein Experte das Risiko eines tatsächlichen Stromausfalls als eher gering eingeschätzt. Er rechnet eher mit kurzfristigen Stromausfällen, die wohl vorher angekündigt würden. Ein allgemeines Risiko bleibt jedoch bestehen. Denn wenn die Stromnachfrage das Angebot übersteigt, kann das Stromnetz zusammenbrechen.

Ein Szenario, auf das sich Wildnisexperte Marco Plass mit seiner Familie vorsorglich einstellen will. Kommt es zum Ernstfall, rechnet der Wildnistrainer und studierte Organisationspsychologe mit chaotischen Zuständen in den Städten. Das hat er ihm verraten Fokus. Er rät daher allen, die Situation nachzumachen, um später nicht in Panik zu geraten.

Bei Stromausfall: Wildnis-Experte gibt Tipps für einen kompletten Stromausfall

Laut Plass wäre das Schlimmste, was Sie tun könnten, das Problem herunterzuspielen. Es ist falsch, sich später auf vermeintliches Wissen zu verlassen, das man irgendwo aufgeschnappt hat. „So etwas muss man ausprobieren!“ Er riet. Plass möchte daher mit seiner Familie einen Tag und eine Nacht lang den Blackout nachmachen, damit vor allem seine Kinder das Erlebnis angstfrei erleben können.

Auf dem Land sind viele Menschen bereits teilweise autark und halten zum Beispiel Hühner oder bauen Gemüse an. Anders sieht es in den Städten aus: „Ich glaube, vielen Großstädtern ist nicht klar, was es für sie bedeuten würde, wenn plötzlich der Supermarkt schließt, das Wasser ausgeht, die Toilette und die Geldautomaten nicht mehr funktionieren.“

Konserven und Tütensuppen im Haus zu haben, reicht nicht unbedingt aus, wenn der Elektroherd plötzlich nicht mehr funktioniert. Zwar lässt sich damit schnell etwas Essbares zubereiten. „Aber unterschätze nicht die Seele. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie sehr man sich in einer Krisensituation auf ein gutes Essen freut“, so der Wildnistrainer.

Wildnisexperte empfiehlt bei Blackout einen Honigvorrat im Haus – das hilft doppelt

Damit Sie trotzdem warme Speisen zubereiten können, empfiehlt Plass einen Gaskocher. Alternativ könnten Sie zum Beispiel einen Kamin aufstellen. Eine Übersicht zeigt, welche Lebensmittel und Gegenstände im Falle eines Stromausfalls noch nützlich sind. Generell empfiehlt er, möglichst draußen auf einer feuerfesten Unterlage zu kochen. Um Gas zu sparen, können Sie beispielsweise das Wasser für Nudeln nur kurz aufkochen und dann darin quellen lassen. „Eine tolle Option ist Couscous oder Polenta. Gerichte, die eine minimale Kochzeit benötigen und sehr sättigend sind.“

Neben zahlreichen haltbaren Lebensmitteln wie Pesto oder Margarine hebt der Survival-Experte vor allem Honig hervor. Dies hat mehrere positive Effekte. Zum einen gibt es Ihnen viel Energie. „Sie können es auch zur Behandlung von Wunden verwenden, da es antiseptisch wirkt.“ Beim Thema Wasser gibt es laut Trainer bereits Pumpenfilter für etwa 40 Euro, die Trinkwasserqualität erzeugen können.

Und wie sieht es mit der Hitze aus? Hier hat der Experte einfache Tipps für den Anfang. Neben warmer Kleidung und Schlafsäcken gilt die Devise: Je mehr, desto besser. Wenn in einer Krisensituation wie einem Stromausfall viele Menschen in einem Raum sind, wird es wärmer. (N / A)

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"