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Deutschland Nachrichten

Wilder Portugal-Sieg über Ghana: Ronaldo stolpert erfolgreich zum WM-Torrekord

Wildes Portugal gewinnt gegen Ghana
Ronaldo stolpert erfolgreich zum WM-Torrekord

Cristiano Ronaldo hat vor dem Anpfiff Tränen in den Augen, doch im ersten Spiel seiner fünften WM hatte er Glück mit dem Schiedsrichter. Trotz ghanaischer Proteste entscheidet er sich für einen Elfmeter für Portugal. Ronaldo schlägt den WM-Rekord, dann verpufft Ghanas Aufstand erfolglos.

Cristiano Ronaldo schrieb WM-Geschichte und legte mit Portugal einen erfolgreichen Start in seinen wohl letzten Titelversuch hin. Der Routinier führte die Seleccao zum Auftakt des Turniers zu einem verdienten 3:2 (0:0) gegen Ghana, womit Portugal die Pole-Position in der Gruppe H für das Achtelfinale sicherte.

Ronaldo (65.) erzielte einen umstrittenen Elfmeter für den insgesamt überlegenen Portugiesen und war damit der erste Spieler überhaupt, der bei fünf Weltmeisterschaften der Männer Tore erzielte. Joao Felix (78.) und Rafael Leao (80.) zogen in einer packenden zweiten Halbzeit für den Favoriten nach, Andre Ayew (73.) glich vor 42.662 Zuschauern im „Stadium 974“ für Ghana aus. Osman Bukari (89.) machte es in der Schlussphase noch einmal spannend.

Die WM in Katar ist Ronaldos fünfte und wohl letzte Chance auf den größten aller Titel – natürlich will der ehrgeizige Mann am Ende den Pokal in den Händen halten. „Ich bin sehr optimistisch. Ich freue mich auf eine tolle WM“, sagte der Europameister von 2016 vor dem Spiel.

Während andere große Mannschaften wie Argentinien oder Deutschland zu Beginn des Turniers ins Stolpern gerieten, machten Ronaldo und Co. deutlich, dass mit ihnen zu rechnen ist. Aber natürlich haben die Portugiesen noch Luft nach oben, manchmal fehlt es an Tempo und Ideen, um das Bollwerk Ghana zu durchbrechen. Die weiteren Gruppengegner sind Uruguay und Südkorea, die zuvor 0:0 unentschieden gespielt hatten.

Ronaldos erstes Tor zählt nicht

Ronaldo, der mit fünf WM-Einsätzen (ua Lothar Matthäus) gegen Ghana ebenfalls in den erlauchten Kreis der Spieler aufstieg, zeigte sich unbeeindruckt von seinem Rausschmiss bei Manchester United. „CR7“ – stolze 37 Jahre alt – hatte in der Anfangsphase trotz Ghanas defensiver Fünferkette gute Chancen (10. und 13.), sein vermeintlicher Führungstreffer wurde wegen eines Fouls nicht gegeben (31.).

Als Mohammed Salisu Ronaldo dann leicht berührte, nutzte er seine Chance, ging trotz leichter Berührung zu Boden – und verwandelte dann sicher vom Punkt. Portugal konnte nur kurz feiern, Ghana riskierte es. Es wurde prompt von Ayew belohnt. Doch die nächste Generation um Felix und Leao ließ Ronaldo aufatmen.

Ghanas Torhüter Lawrence Ati Zigi hatte vor dem Anpfiff an der Seitenlinie gebetet, und auch der Rest der Mannschaft zeigte Respekt vor Ronaldo und seinen Kollegen. Trainer Otto Addo, der in der Bundesliga für Borussia Dortmund und den HSV gespielt hatte, gab seiner Mannschaft einen strikten Defensivkurs. Die „Black Stars“ lauerten auf Konter und stürzten sich in jeden Zweikampf.

Mit der Zeit wurde Ghana mutiger und erspielte sich Chancen – was den Portugiesen wiederum etwas mehr Raum für ihr Spiel verschaffte. Mit dem WM-Start kann Ronaldo einigermaßen zufrieden sein.

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