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Was wird aus Windhorst?: Hertha BSC verliert fast 80 Millionen Euro

Was wird aus Windhorst?
Hertha BSC verliert fast 80 Millionen Euro

Wenige Tage vor der Hauptversammlung meldet Hertha BSC einen Millionenverlust. Das Eigenkapital schrumpft, der Weg mit Investor Lars Windhorst scheint so gut wie vorbei. Der neue Präsident Kay Bernstein sieht den Fußball-Bundesligisten vor einer großen Herausforderung.

Angesichts eines weiteren Millionenverlusts hat Hertha-Präsident Kay Bernstein Fans und Mitglieder des Berliner Fußball-Bundesligisten zu großer Solidarität aufgerufen. „Die veröffentlichten Zahlen zum Jahresabschluss 21/22 lassen sich nur mit einem Wort beschreiben: Herausfordernd! Der neue Vorstand hat aufgrund dieses Erbes eine der schwierigsten Aufgaben in der Geschichte unseres Traditionsvereins zu bewältigen“, so Bernstein schrieb auf Twitter.

Die Saison 2021/22 beendeten die Berliner nach eigenen Angaben mit einem Verlust von 79,75 Millionen Euro. Das Eigenkapital schrumpft auf 29,5 Millionen Euro, heißt es auf der Website des Vereins veröffentlichten Unterlagen. Bernstein sieht den Klub vor einem Kraftakt. „Aber wir sind der Berliner Sport-Club Hertha von 1892, wir haben so viel gemeinsam ertragen und überstanden. Wir können diesen Weg nur gemeinsam gehen – indem wir fest zusammenstehen, einander vertrauen und Opfer bringen, wo es möglich ist.“ forderte der neue Vereinschef, der seit Juni im Amt ist.

„Mit der neu formierten Führung werden wir das schaffen. Eines ist klar: Dieser Weg wird ein Marathon und kein Sprint. Lasst uns gemeinsam für die Zukunft kämpfen und unsere Erwartungen an die Realität anpassen“, schrieb Bernstein. Die finanzielle Situation dürfte bei der Jahreshauptversammlung am 13. November ein großes Thema sein.

In den vergangenen drei Jahren hatte Hertha insgesamt rund 375 Millionen Euro von Investor Lars Windhorst erhalten. Die Berliner streiten derzeit mit dem Finanzunternehmer über die angebliche Bespitzelung von Ex-Präsident Werner Gegenbauer. Windhorst hatte angeboten, seine Hertha-Anteile weiterzuverkaufen. Dass frisches Geld des Investors helfen könnte, die Verluste auszugleichen, scheint ausgeschlossen.