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Vorwurf: Lustlosigkeit: Der BVB-Profi stand wohl kurz davor, aus dem US-Team geworfen zu werden

Vorwurf: Gleichgültigkeit
Der BVB-Profi stand wohl kurz davor, aus dem US-Team geworfen zu werden

Bei der WM bekommt Giovanni Reyna bemerkenswert wenig Zeit. Jetzt ist klar warum: Dem BVB-Profi soll seine Antriebslosigkeit aufgefallen sein. Sein Verbleib in Katar stand wohl auf der Kippe. Das verrät US-Coach Gregg Berhalter, ohne Reyna zu nennen.

Giovanni Reyna vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund stand während der WM in Katar offenbar kurz davor, aus der US-Nationalmannschaft geworfen zu werden. Trainer Gregg Berhalter räumte in einer Rede in New York lediglich ein, einen Spieler nach Hause schicken zu wollen. „Es spielt keine Rolle, wer es war“, sagte er. Mehrere US-Medien berichteten jedoch unter Berufung auf anonyme Quellen, dass es sich um Reyna handele.

Wie Berhalter in einer Rede vor einer Gesellschaft zur Förderung von Führungskräften berichtete, habe es im US-Team bei der WM „einen Spieler“ gegeben, „der unsere Erwartungen auf und neben dem Platz eindeutig nicht erfüllt hat“. Er und seine Mitarbeiter „sassen stundenlang zusammen und besprachen, was wir mit diesem Spieler machen sollten. Wir waren bereit, ihm ein Flugticket nach Hause zu buchen, so schlimm war es“, sagte er.

Reyna, der in den letzten 14 Monaten mit Verletzungen zu kämpfen hatte, schien sich im Training und in einem Freundschaftsspiel vor der Weltmeisterschaft gegen einen Klub aus Katar wenig Mühe gegeben zu haben. Der 20-Jährige verhinderte seinen Rauswurf nur, weil er sein Fehlverhalten vor der gesamten Mannschaft einräumte und sich dafür entschuldigte. Berhalter bezeichnete es als „fantastisch“, dass das Team dann bei Reyna um Wechsel bat.

Während des Turniers kritisierten die US-Medien Reynas mangelnde Spielzeit. Er stand in keinem Spiel in der Startelf und spielte zunächst nur sieben Minuten gegen England (0:0). Bei der Niederlage im Achtelfinale gegen die Niederlande (1:3) spielte Reyna die komplette zweite Halbzeit. Beim BVB bekamen die bereits ausgeschiedenen WM-Fahrer keinen Sonderurlaub. Deshalb hat Reyna dort wieder mit dem Training begonnen.