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Deutschland Nachrichten

Vorschlag der CDU: Kita-Pflicht gewinnt Anhänger


Stand: 28.10.2022 16:35 Uhr

Die ernüchternden Ergebnisse einer Leistungsstudie unter Grundschülern haben die Politik alarmiert: Die CDU fordert nun für einige Kinder ein Kita-Pflichtjahr. Die Lehrergewerkschaft hält das für sinnvoll.

Der Deutschlehrerverband unterstützt den Vorstoß der CDU für eine verpflichtende Sprachförderung für Kinder und eine mögliche Betreuungspflicht bei großen Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger nannte die Vorschläge der Union gerechtfertigt, notwendig und „letztlich alternativlos“.

Das CDU-Präsidium hatte am Mittwoch ein Positionspapier verabschiedet. Es erfordert verpflichtende Sprachstandstests für Kinder ab drei Jahren. Hintergrund sind die Ergebnisse der sogenannten IQB-Bildungstrends. Die Studie, in der die Fähigkeiten von Viertklässlern alle fünf Jahre repräsentativ getestet werden, zeigte kürzlich, dass viele Kinder Mindeststandards in Rechnen, Lesen und Schreiben nicht erreichen.

Im Zehnjahresvergleich hätten sich die Ergebnisse deutlich verschlechtert. Die stärksten Kompetenzeinbußen sind laut den Studienautoren fast durchgängig bei im Ausland geborenen Studierenden zu verzeichnen. Bei Schülern ohne Migrationshintergrund waren sie niedriger. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass die Schulschließungen während der Corona-Pandemie keine ausreichende Erklärung seien.

Die CDU spricht von einem Kraftakt

„Der Erwerb der deutschen Sprache muss möglichst früh gefördert werden, insbesondere durch verbindliche, kontinuierliche und standardisierte Diagnoseverfahren“, heißt es in dem Papier der CDU-Spitze, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

Für Kinder, die bei diesen Tests schlecht abschneiden, soll auch Karin Prien, stellvertretende CDU-Vorsitzende und Präsidentin der Kultusministerkonferenz, verpflichtet werden, mindestens das letzte Jahr der Kita zu absolvieren. „Ein Engagement ist für diese Kinder der richtige Weg, um ihre Bildungschancen zu verbessern“, sagte sie den „Kieler Nachrichten“.

CDU-Generalsekretär Mario Czaja stimmte zu: Bei Feststellung eines besonderen Bedarfs müsse eine verpflichtende Sprachförderung in einer Kita oder Vorschule erfolgen. „Das geht am besten über ein obligatorisches letztes Jahr Kita.“ Er forderte „eine gemeinsame Anstrengung, um die sprachlichen und mathematischen Fähigkeiten unserer Kinder zu verbessern.“ Der Erwerb der deutschen Sprache sei der Schlüssel.

Assoziation: So viel Spracherwerb wie möglich

Lehrerverbandspräsident Meidinger nannte es „absolut richtig, mehr dafür zu tun, dass alle Kinder bei Schuleintritt über ausreichende Sprachkenntnisse verfügen, damit sie dem Unterricht folgen und die schulischen Standards erreichen können“.

Bereits zu Schulbeginn bestehende Sprachdefizite belasten und beeinträchtigen die Lernentwicklung und Weiterbildung nachhaltig. Als positives Beispiel nannte Meidinger Hamburg, das im IQB-Test im Vergleich der Bundesländer Boden gut gemacht habe. Als einziges Bundesland verfügt der Stadtstaat über ein flächendeckendes verpflichtendes frühsprachliches Förderprogramm.

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