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Deutschland Nachrichten

Vor Silvester: Der Böllerimport aus China stockt


Stand: 29.11.2022 15:01 Uhr

Nach zwei Jahren mit Feuerwerksverboten soll an Silvester wieder geschossen werden dürfen. Doch aus dem Hauptherkunftsland China kommen weit weniger Waren als üblich. Gleichzeitig beginnt die Debatte um ein Feuerwerksverbot erneut.

Der Import von Feuerwerkskörpern ist in diesem Jahr im Vergleich zu den Jahren vor der Corona-Pandemie massiv zurückgegangen. Von Januar bis September wurden nur rund 5.700 Tonnen Feuerwerkskörper nach Deutschland importiert – ein Rückgang um mehr als 80 Prozent im Vergleich zu 2019, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Damals wurden 29.800 Tonnen importiert.

Im Vergleich zum Pandemiejahr 2021 stiegen die Importe in diesem Jahr leicht an – kein Wunder angesichts des Verkaufsverbots für Silvesterfeuerwerk. Das Verbot sollte die wegen der Corona-Pandemie stark ausgelasteten Krankenhäuser vor Überlastung etwa durch Unfälle mit Feuerwerkskörpern schützen. Im gesamten Jahr 2021 wurden nur 2300 Tonnen Böller und Raketen nach Deutschland importiert.

Exporte in andere europäische Länder

Nahezu alle importierten Feuerwerkskörper stammen den Angaben zufolge weiterhin aus China. Im Gegensatz zu den geringen Importzahlen werden jedoch mehr deutsche Neujahrs-Kracher, Böller und Raketen ins Ausland verkauft – wenn auch auf niedrigem Niveau. Während in den ersten drei Quartalen 2019 rund 2.200 Tonnen aus Deutschland exportiert wurden, sind die Exporte in diesem Jahr bereits auf 2.700 Tonnen gestiegen.

Die wichtigsten Abnehmer deutscher Feuerwerkskörper im bisherigen Jahresverlauf waren die Niederlande mit 49 Prozent, Italien mit 23 Prozent und Belgien mit 18 Prozent.

Aktionsbündnis fordert Verbot von privatem Feuerwerk

Über ein zwischenzeitlich vor dem Hintergrund der Corona-Krise diskutiertes grundsätzliches Verbot von Feuerwerkskörpern ist noch nicht entschieden. Laut Bundesamt wollen einige Städte privates Feuerwerk noch in diesem Jahr zumindest mancherorts verbieten.

Mehrere Verbände wie die Deutsche Umwelthilfe (DUH) bekräftigten ihre Forderung nach einem generellen Verbot. „Wir fordern ein Ende der archaischen Neujahrs-Böller“, erklärte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch in einer gemeinsamen Erklärung eines Aktionsbündnisses. Hintergrund sind unter anderem die mit Silvester verbundene Luftverschmutzung, leidende Haustiere sowie Verletzungen von Kindern und Erwachsenen.

Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) beteiligte sich an dem gemeinsamen Aufruf für ein Verbot. GdP-Bundesvorsitzender Jochen Kopelke forderte ein „generelles Verbot des privaten Abbrennens von Silvesterfeuerwerk in ganz Deutschland“.

Der Bundesverband Pyrotechnik kritisierte dagegen Forderungen nach einem generellen Verbot. Feuerwerke seien „für viele Menschen von großem Wert“, sagte Verbandsvorsitzender Ingo Schubert. „Nach zwei Jahren des Verbots im Rahmen der Corona-Pandemie sehnen sich die Menschen nach der feurigen Neujahrstradition.“

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