Vermisster Arian: Dritte Phase der Suche

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Das Schicksal des vermissten Arian aus Bremervörde bewegt ganz Deutschland. Nun tritt die Familie des Jungen in eine neue Phase – und hofft auf Unterstützung.

Bremervörde – Der sechsjährige Arian wird seit zwei Wochen vermisst. Der Junge verließ am Abend des 22. April das Haus seiner Eltern in Bremervörde-Elm – leicht bekleidet und ohne Schuhe. Trotz Hunderter Hinweise und einer groß angelegten Fahndung gibt es noch immer keine Spur von dem autistischen Kind. Wie ein mutmaßlicher Freund der Eltern des vermissten Arians nun auf Facebook schreibt, geht die Suche in eine neue, dritte Phase. Zu diesem Zweck wendet sich die Familie mit zwei konkreten Bitten an potenzielle Unterstützer.

Polizei stoppt aktive Suche nach Arian – Familie will neue Schritte unternehmen, um den vermissten Jungen zu finden

Am vergangenen Dienstag (30. April) stellte die Polizei die aktive Suche nach Arian ein. Wenige Tage zuvor hatte die Suche ihren Höhepunkt erreicht: 1.200 Helfer suchten in einer 1,5 Kilometer langen Menschenkette von Norden in Richtung Elm nach dem Jungen. Doch trotz umfangreicher Suchaktionen konnte das vermisste Kind nicht gefunden werden. Die Ermittler befinden sich nun in einer neuen Phase – ein fünfköpfiges Team fahndet nun fallweise nach dem Jungen.

Während die Polizei Hinweise auswertet, will auch die Familie nicht aufgeben, wie aus einem Facebook-Post hervorgeht. Ein Freund der Eltern des vermissten Jungen schrieb dort: „Wir suchen Fachleute, die uns bei der Suche nach Arian unterstützen wollen.“

Ein Bekannter der Familie der vermissten Arianer bittet die Suchorganisation und das Management um Hilfe

Konkret sucht die Familie nach einer professionellen Suchorganisation, die sie fortan bei der Suche nach dem Sechsjährigen unterstützt. Auch wenn die Familie die Kosten nicht tragen kann, hofft die Frau, dass sich Organisationen bei ihr melden.

Darüber hinaus schreibt die Familienbekannte aus dem niedersächsischen Bremervörde: Sie könne die nächste Phase nicht mehr alleine bewältigen, außerdem wolle sie „die Last nicht auf den Schultern von Arians Eltern abwälzen.“ Um die vielen Nachrichten und möglichen Hinweise zu sichten, sucht der Freund der Familie nun nach einem Management.

„Menschen, die selbst autistisch sind“: Arians Familie tritt in eine neue Phase der Suche ein

Um die Frau und Arians Familie zu unterstützen, brauche es „gute und erfahrene Manager“ oder „Menschen, die selbst autistisch sind und daher große Datenmengen schnell einsehen und katalogisieren können“. Zuletzt erklärte ein Experte, warum Arians Autismus sein Leben retten könnte.

Die Familie geht nun einen neuen Schritt bei der Suche nach dem vermissten Arian (6). © Polizei Rottenburg/Sina Schuldt/dpa

Der Facebook-Beitrag enthält eine E-Mail-Adresse, an die sich das potenzielle Management wenden kann. Sie freut sich über jeden, der sich meldet, damit „dieser Teil der Suche nach Arian bald umgesetzt werden kann“. Allerdings bittet die Familie auch darum, in der Region um Bremervörde nicht selbständig nach Arian zu suchen.

Die mutmaßliche Freundin der Familie, die seit dem Verschwinden von Arian Updates auf Facebook teilt, sagt, sie stehe in Kontakt mit den Eltern des vermissten Jungen. Dies wurde von den Angehörigen jedoch noch nicht offiziell bestätigt. Zuletzt berichtete die Frau auch ausführlich auf Facebook über den Abend, an dem Arian verschwand. (Anmerkung)

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