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Verlorene Überreste des letzten tasmanischen Tigers endlich gefunden, versteckt vor aller Augen


Der letzte bekannte tasmanische Tiger starb 1936 in einem Zoo. Die Überreste des Beutelwolfs wurden jahrzehntelang falsch identifiziert, aber ein Forscherteam hat seine Knochen und Haut wiederentdeckt, die in einer Sammlung des Tasmanian Museum and Art Gallery in Hobart vor aller Augen verborgen waren.

Dieser partielle Beutelwolfschädel gehört zum letzten bekannten Tasmanischen Tiger.

Tasmanisches Museum und Kunstgalerie

Die ausgestorbenen Tiere waren fleischfressende Beuteltiere, die in Australien beheimatet waren. Sie sahen aus wie eine Kreuzung zwischen einem Hund und einer Katze mit markanten tigerähnlichen Streifen auf dem Rücken. Die Tiere haben die populäre Vorstellungskraft mit festgehalten unbestätigte (und unwahrscheinliche) Sichtungen in der Wildnis.

Die Geschichte des letzten Beutelwolfs ist verworren. Es war eine alte Frau, die vom Fallensteller Elias Churchill gefangen genommen wurde. Anschließend verkaufte er sie 1936 an den Beaumaris Zoo. Nach ihrem Tod wurde der Leichnam des Beutelwolfs an das Tasmanian Museum and Art Gallery geschickt. Ihr Körper wurde gehäutet und das Skelett zerlegt, um den Schülern zu zeigen, wie seine Anatomie funktionierte. Aber irgendwann ist es dann einfach verschwunden.

Forscher hatten zuvor das Museum nach den Überresten durchsucht, kamen jedoch zu dem Schluss, dass es wahrscheinlich verworfen wurde.

Die Aufzeichnungen waren in der Tat lückenhaft. „Der Verkauf wurde vom Zoo nicht aufgezeichnet oder veröffentlicht, weil das Fangen am Boden zu dieser Zeit illegal war und Churchill mit einer Geldstrafe belegt werden konnte“, sagte Robert Paddle am Montag in einer Erklärung des Museums. Paddle ist einer der Forscher, die die Überreste identifiziert haben.

Durch den Fund eines musealen Tierpräparationsberichts über den Beutelwolf aus den Jahren 1936/1937 begann die Suche erneut. Eine erneute Überprüfung der gesamten tasmanischen Tigersammlung des Museums identifizierte schließlich den wahren Ursprung der Knochen und der Haut.

„Es ist bittersüß, dass das Rätsel um die Überreste des letzten Beutelwolfs gelöst und als Teil der TMAG-Sammlung entdeckt wurde“, sagte Museumsdirektorin Mary Mulcahy.

Der ordnungsgemäß katalogisierte Beutelwolf ist jetzt ausgestellt.

Die im Museum gefundenen Überreste sind möglicherweise nicht das letzte Kapitel der Tiergeschichte. Das Aussterbe-Startup Colossal will tasmanische Tiger wieder zum Leben erwecken. Die Hoffnung ist, dass der Beutelwolf wieder einmal die Wildnis Tasmaniens durchstreift und nicht mehr nur eine Erinnerung in Knochen, Haut und alten Filmaufnahmen ist.