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USA: Sturmtief „Nicole“ trifft auf Florida


Stand: 10.11.2022 11:31 Uhr

Sturm Nicole wurde inzwischen von einem Hurrikan zu einem Tropensturm herabgestuft. Nun hat es in abgeschwächter Form in Florida die Ostküste der USA getroffen.

Sturm Nicole traf südöstlich von Orlando auf Land und schwächte sich von einem Hurrikan zu einem tropischen Sturm ab. Das US-Hurrikanzentrum NHC spricht in seinem aktuellen Bericht nur noch von einem Tropensturm mit Windgeschwindigkeiten von 110 km/h. Über dem US-Bundesstaat Georgia soll der Sturm weiter an Schwung verlieren.

Tropensturm Nicole entwickelte sich auf seinem Weg von den Bahamas nach Florida zu einem Hurrikan. Daraufhin ordneten die Behörden Evakuierungen an, von denen auch der Club Mar-a-Lago von Ex-Präsident Donald Trump betroffen war.

Ein Hurrikan im November ist ein seltenes Ereignis in Florida, das im Allgemeinen an Stürme gewöhnt ist. Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1853 ist es nur zweimal vorgekommen – Hurrikan Yankee im Jahr 1935 und Hurrikan Kate im Jahr 1985. Die Windgeschwindigkeit eines als Hurrikan eingestuften Sturms beträgt mindestens 120 km/h.

Hurrikan Nicole gewinnt vor der Küste Floridas an Stärke

Tagesschau 06:00 Uhr, 10.11.2022

Florida bereits von „Ian“ betroffen.

Es wird erwartet, dass „Nicole“ in Florida eine Sturmflut auslöst, die die bereits im September von Hurrikan „Ian“ betroffenen Strände weiter beschädigen wird. Es wird erwartet, dass der Sturm dann nach Georgia, North und South Carolina zieht und sich weiter abschwächt. Es wird mit Starkregen von bis zu 100 Litern pro Quadratmeter gerechnet.

Das Zentrum des Sturms lag am Mittwochabend nach Angaben des Miami National Hurricane Center etwa 160 Kilometer östlich von Palm Beach. Die maximalen Dauerwindgeschwindigkeiten betrugen 120 km/h. „Nicole“ bewegte sich mit 20 km/h westwärts.

Es wird mit erheblichen Schäden am Strand gerechnet.

Bild: dpa

Notunterkünfte auf den Bahamas

Knapp unterhalb der Hurrikanschwelle erreichte das Sturmzentrum am Mittwoch Land über der bahamaischen Insel Great Abaco. Auf den Bahamas seien Notunterkünfte bereitgestellt und öffentliche Einrichtungen geschlossen worden. Auf den Abaco-Inseln und der Insel Grand Bahama kam es ersten Medienberichten zufolge zu Überschwemmungen. Dort, im Nordwesten des Inselstaates, war im September 2019 mit Hurrikan „Dorian“ einer der stärksten jemals gemessenen Atlantikstürme mit mehr als 70 Todesopfern und schweren Zerstörungen.