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Unternehmen: Erstmals seit 2009 mehr Insolvenzen in Deutschland


Gesellschaft
Erstmals seit 2009 mehr Insolvenzen in Deutschland

Die Zahl der Firmeninsolvenzen ist in Deutschland erneut gestiegen. Foto

© Christian Charisius/dpa/Symbolbild

Es zeichnet sich ab: Nach dem Auslaufen der Corona-Sonderregeln müssen wieder mehr Unternehmen Insolvenz anmelden. Der zahlenmäßige Anstieg ist noch moderat. Doch das dürfte sich 2023 ändern.

Erstmals seit der Wirtschaftskrise 2009 steigt die Zahl der Unternehmenspleiten in Deutschland wieder an. Nach Schätzungen von Creditreform werden bis Ende des laufenden Jahres rund 14.700 Unternehmen vor dem Insolvenzgericht angeklagt sein. Nach Berechnungen der Auskunftei wären das rund vier Prozent mehr als 2021.

„Anhaltende Inflation, steigende Zinsen und Energiekosten sowie eine immer härter werdende Wettbewerbssituation greifen die Substanz vieler Unternehmen an“, erklärte der Leiter der Creditreform-Konjunkturforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch, bei der Vorstellung der Zahlen am Dienstag in Frankfurt .

Experten rechnen mit einem weiteren Anstieg

Wie viele andere Experten rechnet auch Creditreform im nächsten Jahr mit einem weiteren Anstieg der Unternehmensinsolvenzen: Der Anstieg von 2021 auf 2022 sei moderat, „dürfte aber nur der Auftakt für eine weitere Beschleunigung der Insolvenztätigkeit sein“.

Im Jahr 2021, das noch stark von der Corona-Pandemie geprägt war, gab es nach offiziellen Angaben in Deutschland mit 13.993 Insolvenzfällen die niedrigste Zahl seit Einführung der aktuellen Insolvenzordnung im Jahr 1999 Aufgrund der Pandemie hatte der Staat Ausnahmen ermöglicht.

Creditreform beobachtet im laufenden Jahr eine gegenläufige Entwicklung bei den Verbraucherinsolvenzen: Demnach werden die Fallzahlen im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 17,3 Prozent auf 65.300 zurückgehen. Ein Jahr zuvor war die Zahl der Verbraucherinsolvenzen nach Angaben von Creditreform um 86,6 Prozent auf knapp 79.000 Fälle in die Höhe geschossen. Grund dafür war eine Gesetzesänderung, die eine Restschuldbefreiung nach drei statt sechs Jahren ermöglichte. Experten zufolge hatten viele Betroffene mit ihrem Insolvenzantrag gewartet, bis diese Änderung wirksam wurde.

dpa

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