Ukraine-Krieg: Selenskyj entlässt Leibwächter-Chef nach vereiteltem Attentat | Politik

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (46) hat den Kopf seiner Leibwächter entlassen. Das geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Erlass hervor. Für die Entlassung von Serhij Leonidowitsch Rud (47) wurden keine Gründe genannt. Seit 2019 war er für den Personenschutz zuständig.

Der mutmaßliche Auslöser der harten Trennung: Am Dienstag deckte der Geheimdienst russische Angriffspläne auf, an denen zwei hochrangige ukrainische Offiziere beteiligt gewesen sein sollen. Sie sollen für die Leibwächter des Staatsschutzes verantwortlich gewesen sein.

Sie sollen Informationen an den russischen Geheimdienst FSB verkauft haben und später an dem geplanten Attentat auf Selenskyj beteiligt sein.

Russische Agenten boten 50.000 Dollar

„Eine der Aufgaben des FSB-Netzwerks bestand darin, Attentäter unter den Militärs zu finden, die dem persönlichen Schutz des Präsidenten nahestehen, um das Staatsoberhaupt als Geisel zu nehmen und ihn dann zu töten“, heißt es in der Erklärung des ukrainischen Geheimdienstes SBU.

Weitere mögliche Ziele der Angriffe sollen die ukrainischen Geheimdienstchefs Wassyl Maljuk und Kyrylo Budanow gewesen sein.

Der SBU hatte angeblich abgehörte Gespräche veröffentlicht, in denen Russland einem ukrainischen Offizier 50.000 Dollar (umgerechnet 46.300 Euro) für Informationen und Beteiligung an einem Attentat angeboten hatte.

Im April wurde in Polen ein Mann wegen des Verdachts auf ein Attentat auf Selenskyj festgenommen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, sensible Informationen über den Flughafen Rzeszow im Süden Polens auszuspionieren und an Russland weiterzugeben.

Der Flughafen ist seit Beginn des russischen Großangriffs auf den Flughafen geöffnet Ukraine von zentraler Bedeutung. Denn alle westlichen Politiker, die nach Kiew wollen, reisen über diesen Flughafen. Auch Selenskyj und andere ukrainische Staats- und Regierungschefs nutzen es für Besuche im Westen.

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Quelle: X/@Osinttechnisch

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