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Twitter-Übernahme durch Musk – Neues Gremium zur Entscheidung über kontroverse Inhalte


Nach der Twitter-Übernahme will der neue Eigentümer Elon Musk ein neues Content-Komitee gründen (Picture Alliance / ASSOCIATED PRESS / Hannibal Hanschke)

Bis zur Berufung der Mitglieder gebe es keine großen inhaltlichen Entscheidungen oder die Wiederherstellung gesperrter Zugänge, sagte der US-Unternehmer, der auch den Autobauer Tesla und das Raumfahrtunternehmen Space-X leitet und als reichster Mann der Welt gilt. Hintergrund sind Sorgen über zunehmende Hassbotschaften und Fake News. Musk begründete seinen Twitter-Kauf auch damit, Debatten und Meinungsäußerungen ohne Zensur zu ermöglichen.

Der frühere US-Präsident Trump bekräftigte, dass er auch nach der Übernahme durch Elon Musk nicht zu Twitter zurückkehren wolle. Stattdessen werde er bei seinem eigenen Dienst Truth Social bleiben, sagte Trump gegenüber Fox News Digital. Musk hatte Trumps Suspendierung wiederholt kritisiert. Trump wurde nach seinen positiven Äußerungen über den Sturm seiner Anhänger auf das Kapitol in Washington dauerhaft gesperrt.

Die Bundesregierung kündigte gestern an, ihre weitere Präsenz auf Twitter von der Entwicklung unter Musk abhängig zu machen. Viele deutsche Twitter-Nutzer haben bereits Konten auf alternativen Plattformen wie Mastodon erstellt. Die Europäische Union wiederholte ihre Warnung an Musk, die Richtlinien in Europa einzuhalten.

Diese Botschaft wurde am 29.10.2022 im Deutschlandfunk ausgestrahlt.

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