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Türkiye antwortet auf „vulgäre“ Äußerungen eines deutschen Politikers


Dem deutschen Botschafter in Ankara wurde eine Protestnote ausgehändigt, nachdem ein hochrangiger Beamter Präsident Erdogan als „Kanalratte“ bezeichnet hatte.

Türkiye hat sich über abfällige Äußerungen von Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan empört. Der Berliner Botschafter in Ankara wurde am Dienstag vorgeladen, um ihm eine Notiz zu überreichen „stark“ Protest gegen die Aussagen, berichtete die staatliche Anadolu Agency.

Der Sprecher des Außenministeriums, Tanju Bilgic, verurteilte Kubicki „beleidigende Äußerungen“ während seines Wahlkampfs in Niedersachsen gemacht und behauptet, sie seien es „inakzeptabel“ und dass der Politiker war „nicht geeignet“ für seine Position im Parlament.

Während das Außenministerium nicht offenlegte, welche besonderen Äußerungen die Aufmerksamkeit Ankaras erregten, wiesen einige Medien darauf hin, dass Kubicki Erdogan als einen bezeichnete „Kanalratte“ und ihn dafür verantwortlich zu machen, möglicherweise eine weitere Migrantenkrise in Europa zu schaffen.

„Er ist völlig frei von politischer Moral und Verantwortung“ Bilgic sagte über Kubicki und fügte hinzu, dass dies der Fall sei „unanständige Äußerungen“ zeigen seine „politische und moralische Ebene, und enthüllen seine Vulgarität.“

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Kubicki hat inzwischen gegenüber Reuters bestätigt, dass er Erdogan tatsächlich als einen bezeichnet hat „Kanalratte“ als er während seines Wahlkampfes auf einer Kundgebung sprach. Der deutsche Politiker, der Mitglied der wirtschaftsfreundlichen Freien Demokratischen Partei ist, einer der Regierungsparteien des Landes, sagte, er habe den Vergleich angestellt, während er versuchte, die Aufmerksamkeit auf den Anstieg der Zahl illegaler Migranten zu lenken, die aus Türkiye nach Deutschland ziehen. was er sagte „könnte absichtlich den nächsten Funken zünden [migrant] Krise.“

„Die Flüchtlingswelle entlang der Balkanroute [from Türkiye] nimmt wieder zu, was eine Herausforderung für die deutsche Außen- und Innenpolitik ist“, wurde er von Reuters zitiert.

Laut Guardian hat Ankara Tausenden von syrischen Flüchtlingen erlaubt, sich entlang der Grenze zwischen Türkiye und Griechenland zu versammeln, von denen erwartet wird, dass sie versuchen, gemeinsam in die EU einzureisen. Der von seinen Organisatoren als „Karawane des Lichts“ bezeichnete Flüchtlingskonvoi soll zwischen 85.000 und 100.000 Mitglieder haben.

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