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Tropensturm mit Überschwemmungen: Zahl der Todesopfer auf den Philippinen steigt


Stand: 29.10.2022 06:15 Uhr

Starkregen, Wassermassen und Erdrutsche: Die Zahl der Toten nach den Überschwemmungen durch einen Tropensturm auf den Philippinen ist auf mindestens 72 gestiegen. Weitere Menschen werden vermisst.

Auf den Philippinen steigt die Zahl der Todesopfer durch den Tropensturm Nalgae weiter an. Mindestens 72 Menschen wurden getötet und mindestens 14 werden noch vermisst, sagte der Sprecher des Katastrophenschutzes, Bernardo Rafaelito Alejandro, im philippinischen Radio. Außerdem wurden Dutzende verletzt.

Der Hurrikan hatte in den südlichen Gebieten starke Regenfälle, Erdrutsche und Überschwemmungen verursacht. Viele Anwohner seien vor Tagesanbruch von den schnell ansteigenden Fluten überrascht worden, so ein Behördensprecher.

Besonders betroffen ist die Provinz Maguindanao

Rund um die 300.000-Einwohner-Stadt Cotabato City hatte es so stark geregnet, dass die Wassermassen entwurzelte Bäume, Felsen und Schlamm mit sich rissen. Inzwischen hat sich das Wasser zwar aus einem Teil der betroffenen Gebiete zurückgezogen, rund 90 Prozent der Fläche von Cotabato City blieben aber überflutet.

Die meisten Opfer gibt es in der Provinz Maguindanao, wo allein 67 Menschen starben. „Wir versammeln jetzt alle Rettungsteams“, sagte Nasrullah Imam, Leiter der örtlichen Zivilschutzbehörde. „Es regnet nicht mehr, was unsere Suche und unseren Einsatz erleichtern wird.“

Für die nördliche Region um die Hauptstadt Manila werden hingegen weitere heftige Regenfälle prognostiziert, während der Sturm über die Insel Luzon fegt.

Stürme sind im Süden der Philippinen selten

Die Philippinen werden jedes Jahr von durchschnittlich etwa 20 Taifunen und Stürmen heimgesucht, die regelmäßig Menschen töten, Vieh zerstören und Ernten, Häuser, Straßen und Brücken zerstören. Im jetzt betroffenen Süden der Philippinen sind solche Stürme jedoch selten.