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Treffen abgesagt: Unerwarteter Ansturm auf Demo gegen Rechtsextremismus in Hamburg

Hamburg Treffen abgesagt

Unerwarteter Ansturm auf Demo gegen Rechtsextremismus in Hamburg

Der Jungfernstieg war schon lange vor Beginn der Veranstaltung voll Der Jungfernstieg war schon lange vor Beginn der Veranstaltung voll

Der Jungfernstieg war schon lange vor Beginn der Veranstaltung voll

Quelle: REUTERS

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Ursprünglich rechneten die Veranstalter nur mit 10.000 Teilnehmern, doch daraus entwickelte sich am Freitag eine Massenbewegung in Richtung Hamburger Innenstadt. Nach Angaben der Organisatoren musste das Treffen wegen Überfüllung abgesagt werden. An diesem Wochenende soll es aber weitergehen.

WAufgrund der großen Menschenmenge musste eine Demonstration gegen Rechtsextreme und die AfD in Hamburg abgebrochen werden. „Wir müssen die Kundgebung vorzeitig beenden“, sagte Kazim Abaci vom Verein Unternehmer ohne Grenzen, der die Kundgebung am Freitag mitorganisierte. Er führte Sicherheitsbedenken an. Menschen in der Menschenmenge brachen zusammen und die Feuerwehr konnte nicht mehr durchkommen. Nachdem Abaci zunächst von 130.000 Teilnehmern am Jungfernstieg sprach, korrigierten die Veranstalter die Zahl später auf 80.000. Nach Angaben der Polizei gab es 50.000 Demonstranten.

Das Motto der Demonstration lautete „Hamburg stellt sich – gemeinsam gegen Rechtsextremismus und Neonazi-Netzwerke“. Tausende demonstrierten am Freitag auch in Jena, Kiel und anderen deutschen Städten. Bundeskanzler Olaf Scholz unterstützte die Demonstranten, die an diesem Wochenende zu Zehntausenden deutschlandweit auf die Straße gehen wollten. Er verglich die „Remigration“-Pläne der Rechtsextremisten in Deutschland mit der Rassenideologie der Nationalsozialisten.

Viele Teilnehmer hielten Transparente gegen rechte Auswüchse hoch

Viele Teilnehmer hielten Transparente gegen rechte Auswüchse hoch

Quelle: REUTERS

„Wenn es etwas gibt, das in Deutschland nie wieder Platz haben kann, dann ist es die völkische Rassenideologie der Nationalsozialisten. „Nichts anderes spiegelt sich in den abstoßenden Umsiedlungsplänen der Extremisten wider“, sagte der SPD-Politiker in der Neuauflage seiner Videoreihe „Kanzler Kompakt“. Alle Menschen in Deutschland sind aufgerufen, klar Stellung zu beziehen: „Für Zusammenhalt, für Toleranz, für unser demokratisches Deutschland.“

Tschentscher: „Wir sind stark, weil wir verschlossen sind“

Bei der Kundgebung in Hamburg sagte Oberbürgermeister Peter Tschentscher (SPD): „Die Botschaft an die AfD und ihre rechten Netzwerke lautet: Wir sind die Mehrheit, und wir sind stark, weil wir geeint sind und weil wir entschlossen sind, unser Land zu schützen.“ und unsere Demokratie nicht zulassen, dass sie nach 1945 ein zweites Mal zerstört wird.“

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Meinung Proteste gegen die extreme Rechte

Die Demonstrationen erfolgten nach einem Bericht des Medienunternehmens Correctiv über ein Treffen von Rechtsradikalen am 25. November in Potsdam. Mehrere AfD-Politiker beteiligten sich ebenso wie einzelne Mitglieder der CDU und der sehr konservativen Werteunion. Der frühere Chef der rechtsextremen Identitären Bewegung in Österreich, Martin Sellner, sagte, er habe dort von „Rückwanderung“ gesprochen. Wenn Rechtsextremisten diesen Begriff verwenden, meinen sie meist, dass viele Menschen ausländischer Herkunft das Land verlassen sollten – auch unter Zwang.

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„Masterplan Remigration“

Scholz sagte in seinem Video, dass die Rechtsextremisten in Potsdam darüber diskutierten, wie sie Millionen Menschen aus Deutschland vertreiben könnten. „Dieser Gedanke jagt einem einen Schauer über den Rücken.“ Er sprach von einem „teuflischen Plan“. Es sei „furchtbar“, dass einige Migranten sich inzwischen überhaupt fragen, ob sie in Deutschland noch eine Zukunft haben. Scholz versicherte allen Menschen in Deutschland mit Migrationshintergrund: „Ihr gehört zu uns!“ Unser Land braucht dich!“ Das ist auch die Botschaft des neuen Staatsbürgerschaftsgesetzes, das am Freitag im Bundestag beschlossen wurde.

Das kalte, nasse Wetter hielt diese Frau nicht davon ab, zu protestieren

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Quelle: REUTERS

„Ich denke, dieses Gefühl, deutsch und italienisch oder deutsch und türkisch zu sein – das entspricht der Lebensrealität vieler Bürger in unserem Land. Das anzuerkennen ist eine Frage des Respekts“, betonte Scholz. „Sie haben zum Wohlstand Deutschlands beigetragen. Unser Land hat Ihnen so viel zu verdanken! Deshalb würdigen wir auch Ihre Lebensleistungen im Rahmen der Einbürgerung.“ Scholz betonte aber auch, dass gleichzeitig die irreguläre Einwanderung nach Deutschland eingedämmt werden müsse. „Wir müssen die Migration besser als bisher organisieren – ganz pragmatisch und vor allem.“ , ohne Hass und ohne Vorurteile.“

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Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman ​​Mazyek, rief die Muslime in Deutschland dazu auf, sich an den Kundgebungen gegen rechts zu beteiligen. Muslime sind im Alltag Hass und Feindseligkeit ausgesetzt. Dies sei inakzeptabel und erfordere eine „entschlossene und geschlossene Reaktion aller, die die Werte der Demokratie und des Zusammenlebens in Deutschland wertschätzen“.

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