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Deutschland Nachrichten

Telefonat mit Putin: Erdogan will Getreideabkommen ausweiten


Stand: 11.12.2022 15:45 Uhr

Der türkische Präsident Erdogan hat mit Kremlchef Putin über eine Ausweitung des Getreideabkommens zum Export über das Schwarze Meer auf andere Güter gesprochen. Er forderte auch einen Sicherheitskorridor an der Grenze seines Landes zu Syrien.

Das Abkommen über den Export von ukrainischem Getreide über das Schwarze Meer soll nach Angaben des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auf weitere Waren ausgeweitet werden. Die Vorbereitungen für den Export von Lebensmitteln und anderen Gütern könnten schrittweise beginnen, sagte Erdogan nach Angaben seines Büros in einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Der Kreml teilte in Moskau mit, das Getreideabkommen sei komplex. Auch die Ausfuhrbeschränkungen für russisches Getreide und Düngemittel sollten aufgehoben werden.

Im Juli einigten sich Russland und die Ukraine unter Vermittlung der Türkei und der Vereinten Nationen auf ein Abkommen, das den Export ukrainischen Getreides durch einen Schwarzmeerkorridor ermöglichen würde. Damit endete eine monatelange Blockade ukrainischer Getreideexporte im Zuge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine.

Sicherheitskorridor in Syrien erforderlich

In Gesprächen mit Putin forderte Erdogan auch einen 30 Kilometer breiten Sicherheitskorridor an der Grenze seines Landes zu Syrien, teilte sein Büro mit. Die Türkei führt derzeit Luftangriffe gegen die Kurdenmiliz YPG in Syrien durch und droht mit einer Bodenoffensive. Russland hatte frühere Drohungen zurückgewiesen.

Russland ist der wichtigste Unterstützer des syrischen Machthabers Baschar al-Assad und hat in den letzten Monaten auf eine Versöhnung zwischen Erdogan und Assad hingearbeitet. Syrische Truppen arbeiten im Norden des Landes eng mit der Türkei zusammen.

Bei dem Telefonat ging es laut Kreml auch um gemeinsame Energieprojekte. Die beiden Staatsoberhäupter hatten über die Schaffung eines Gas-Hubs in der Türkei gesprochen. Der Chef des russischen Staatskonzerns Gazprom, Alexej Miller, hatte darüber bereits in der vergangenen Woche verhandelt.

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