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Studie – Private Haushalte müssen sich stärker anstrengen, um Gas zu sparen


Laut einer bundesweiten Studie muss der Gasverbrauch in Privathaushalten sinken. (Picture Alliance / Rupert Oberhäuser)
Der Gasverbrauch muss im Vergleich zu Vorkrisenzeiten um mindestens 30 Prozent gesenkt werden, heißt es in der von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Mit Einsparungen in dieser Größenordnung kann man eine Gasknappheit mit Versorgungsunterbrechungen vermeiden. Zudem könnten die Gaspreise auf ein erträgliches Maß begrenzt werden. Kurzfristig ist dies der wichtigste Baustein, um Deutschland unabhängiger von Energielieferungen aus dem Ausland zu machen.

Private Gaskunden sparen den Ergebnissen der Studie zufolge bisher offenbar kaum: Im Vergleich zu den Vorjahren sind Abweichungen in der Verbrauchsmenge vor allem witterungsbedingt. Experten raten dazu, die Raumtemperatur in Wohngebäuden um ein bis zwei Grad zu senken und die Heizung nur bei Bedarf und nicht dauerhaft zu nutzen.

Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und der Wochenzeitung „Die Zeit“ kommen jedoch zu einem anderen Ergebnis: Bereinigt um den Faktor Temperaturschwankungen verbrauchen die Deutschen seit September jede Woche mindestens 20 Prozent weniger Gas als bei vergleichbaren Temperaturen in früheren Jahren.

Diese Botschaft wurde am 20.10.2022 im Deutschlandfunk ausgestrahlt.