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Deutschland Nachrichten

Straßen, Gemälde, Dirigentenpult – was würden die Aktivisten der „Last Generation“ No


Nachdem es Klimaaktivisten der „letzten Generation“ am Donnerstag gelungen ist, den Hauptstadtflughafen BER für einige Stunden lahmzulegen, wächst die Kritik an dieser Form des Aktivismus. „Protestaktionen dieser Art sind völlig illegitim und können nicht mehr einfach hingenommen werden“, sagte FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai dem Nachrichtenportal t-online. Die „volle Härte des Rechtsstaates“ müsse greifen.

Djir-Sarais Parteifreund, der Berliner FDP-Chef Sebastian Czaja, sprach von „Klimaverbrechern“. Sein Bruder, CDU-Generalsekretär Mario Czaja, sagte bei t-online: „Der Rechtsstaat hat die notwendigen Instrumente, um sich gegen solche Verbrechen zu wehren. Sie müssen jetzt konsequent angewendet werden: Sicherungsverwahrung, Aufenthaltsverbote, Geldstrafen.“

AfD-Partei- und Fraktionschef Tino Chrupalla forderte den Verfassungsschutz auf, im Fall der „letzten Generation“ aktiv zu werden. Nicht Meinungen, sondern Taten sollten für seine Bewertung ausschlaggebend sein. „Die Sicherung kritischer Infrastrukturen muss oberste Priorität haben“, sagte Chrupalla.

Das war passiert

Nach Angaben der Bundespolizei hatten sich am Donnerstagnachmittag zwei Gruppen Zugang zum Flughafengelände BER verschafft. Einige Leute klebten sich an den Boden. Die „Letzte Generation“ gab bekannt, dass einige Aktivisten mit Fahrrädern über das Gelände gefahren seien. Die Aktion wurde live auf Twitter gestreamt. Der Berliner Flughafen stellte den Betrieb auf beiden Start- und Landebahnen vorübergehend ein. Nach ersten Angaben mussten wegen der Aktion fünf Starts abgesagt werden, betroffen waren laut Flughafen 750 Passagiere.

Nach der Aktion nahm die Polizei mehrere Personen in Gewahrsam. Das Polizeipräsidium Brandenburg teilte am Abend mit, dass gegen die Klimaaktivisten Anklage wegen gefährlichen Eingriffs in den Flugverkehr, Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung erhoben werde. Weitere Informationen zur Zahl der Festgenommenen werden am Freitag erwartet.

Auch Kritik am Sicherheitskonzept des BER

Die Berliner Grünen-Landesvorsitzende Susanne Mertens betonte gegenüber t-online, bei Protesten müsse eine Gefährdung anderer Personen ausgeschlossen werden. „Allerdings muss der BER offenbar seine Sicherheitskonzepte überarbeiten.“ Ihr Parteikollege Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Bundestag, kritisierte die Aktion als „kontraproduktiv, anmaßend und potenziell gefährlich“. Linkenchef Martin Schirdewan verteidigte hingegen die „letzte Generation“, deren Protest „den Finger auf die Wunde der politischen Untätigkeit angesichts der Klimakatastrophe“ lege.

In den vergangenen Wochen blockierten die Aktivisten immer wieder den Straßenverkehr, klebten an Gemälden in Museen und diese Woche in der Hamburger Elbphilharmonie auf einem Dirigentenpult. Ihr Ziel ist es, die Öffentlichkeit auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam zu machen und die Politik zum Handeln aufzurufen. Für diese Aktionen haben Sie bereits viel Kritik geerntet. In einer Umfrage hielten 86 Prozent der Befragten die Proteste für kontraproduktiv.



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