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Deutschland Nachrichten

Sternekoch Heinz Winkler starb an einem Herzinfarkt


Sternekoch Heinz Winkler ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Der Leiter der Tourist-Information in Aschau, Herbert Reiter, bestätigte gegenüber BR24 die Nachricht vom Tod des berühmten Kochs mit Worten tiefer Bestürzung. Von der Leitung des Luxushotels „Residenz Heinz Winkler“ in Aschau im Chiemgau erfuhr der BR am Samstagnachmittag, dass Winkler an einem Herzinfarkt gestorben sei.

Ärzte kämpften einen Tag lang um Winklers Leben

Der Koch habe am Donnerstag noch in seinem Wohnheim am Herd gestanden und sei abends auf dem Weg zum Auto wegen eines Herzinfarkts zusammengebrochen und ins Krankenhaus gefahren, sagte ein Leiter des Wohnheims im Gespräch mit dem BR. Er konnte vorerst wiederbelebt werden. Im Krankenhaus Rosenheim wurde er jedoch in ein künstliches Koma versetzt, aus dem er nie wieder erwachte. Laut dem Manager haben die Ärzte dort einen Tag lang „um sein Leben gekämpft“. Seine ganze Familie war im Krankenhaus und konnte Abschied nehmen.

Sternekoch stand noch selbst am Herd

Heinz Winkler wurde komplett aus dem Leben gerissen. Der 73-Jährige wollte es etwas ruhiger angehen lassen. Aufgrund der weltweiten Krisen und dem damit verbundenen Personalmangel stand er noch selbst am Herd. Das Hotel und Restaurant „Residenz Heinz Winkler“ wird nun von seinen Kindern, Enkeln, den Müttern seiner Kinder und seinen engsten Vertrauten im Sinne von Heinz Winkler weitergeführt, so der Geschäftsführer. Eine öffentliche Trauerfeier für den Sternekoch sei geplant, sagte der Heimleiter dem BR. Der Ort, ob Aschau im Chiemgau oder Südtirol, und auch der Termin stehen noch nicht fest.

Aschaus Bürgermeister hofft auf den Erhalt der „Residenz“.

Auch Aschaus Bürgermeister Simon Frank würdigte nach seinem Tod das Lebenswerk von Heinz Winkler. Davor habe er großen Respekt, sagte Frank dem BR. Winkler war ein sehr ehrgeiziger und fleißiger Mensch. Die „Residenz“ strahlt weit über Aschau und den Chiemgau hinaus. Der Bürgermeister hofft, dass die „Residenz“ bestehen bleibt, ohne die Einzelheiten zu kennen. Heinz Winkler war seit 2009 Ehrenbürger der Gemeinde.

Gelernt von Paul Bocuse und Witzigmann

Der gebürtige Südtiroler übernahm in den 1970er Jahren das Münchner Sternerestaurant „Tantris“ von Eckart Witzigmann. In die Nouvelle Cuisine wurde er von den berühmten Paul Bocuse und Eckart Witzigmann eingeführt. Seit 1991 betreibt er die „Residenz“ in Aschau im Chiemgau.

Winkler war der jüngste Drei-Sterne-Koch der Welt

1981 wurde Winkler mit dem ersten Stern im Guide Michelin ausgezeichnet. 1982 wurde Winkler im Alter von nur 31 Jahren zum damals jüngsten Drei-Sterne-Koch der Welt gekürt. 2001 wurde Winkler als erster deutscher Koch mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Bestürzung und Trauer in Aschau im Chiemgau

Nach der Nachricht vom Tod seines berühmten Sternekochs ist Aschau im Chiemgau besorgt. Herbert Reiter, Leiter der Tourist-Information, ist geschockt und findet sehr persönliche Worte. „Ich habe Heinz nicht nur als Mensch, sondern auch als Gastgeber auf höchstem Niveau unendlich geschätzt“, sagte Reiter gegenüber dem BR-Studio Rosenheim.

Erst kürzlich haben sie ihre Rose mit dem Namen „Heinz Winkler“ in Aschau gepflanzt und hatten viel Spaß dabei. „Heinz Winkler wird für immer in unserem Ort verwurzelt bleiben.“ Heinz Winkler war mit seiner grandiosen Kochkunst und seinem Gourmettempel – der „Residenz“ – nicht nur ein weltweites Aushängeschild, sondern auch ein Macher, der seinesgleichen sucht.

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