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Start- und Landerechte in der EU: Airlines müssen Slots stärker nutzen


Stand: 17.10.2022 14:08 Uhr

Um Start- und Landerechte zu behalten, müssen Fluggesellschaften in der EU diese Slots künftig stärker nutzen. Mit dem Winterflugplan enden die bisherigen Ausnahmeregelungen der Pandemie weitgehend. Das haben die EU-Staaten entschieden.

Airlines müssen ihre Start- und Landerechte in der EU stärker nutzen, um sie nicht zu verlieren. Die Mitgliedsstaaten einigten sich darauf, dass nach den bisherigen Corona-bedingten Ausnahmen für die Wintersaison nun wieder nahezu die Standardnutzung der sogenannten Slots gelten soll.

Auf dieses Vorgehen hatten sich in der vergangenen Woche bereits die Ständigen Vertreter der EU-Staaten auf Botschafterebene geeinigt. Nun gaben ihre Chefs offiziell grünes Licht.

75 Prozent im Winterflugplan

Hintergrund sind Regeln, die für einen fairen Wettbewerb sorgen sollen: Damit eine Airline die wichtigen Slots an beliebten Flughäfen halten kann, muss sie diese auch nutzen. Tatsächlich liegt die Rate bei 80 Prozent. Das Abkommen sieht für den Winterflugplan einen ermäßigten Satz von 75 Prozent vor, heißt es in einer Mitteilung der EU-Staaten.

Um Leerflüge zu vermeiden, wurde diese Regel während der Corona-Pandemie von der EU-Kommission teilweise komplett ausgesetzt. Mit der Normalisierung des Flugverkehrs wurde es dann schrittweise angepasst. Weiter hieß es, die EU-Kommission solle die Regelungen bei Bedarf, etwa in einer Gesundheitskrise oder wegen des Krieges, wieder ändern können.