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Ziel ist es, eine jederzeit widerrufliche Entscheidung in einem Online-Register zu ermöglichen, für verbindliche Informationen und bessere Aufklärung zu sorgen und die regelmäßige Diskussion über die Organspende zu fördern. Bürgerinnen und Bürger sollen künftig beim Besuch einer Ausweisstelle Informationsmaterial erhalten und aktiv über die Beratungsmöglichkeiten informiert werden. Jeder kann sich jederzeit bei den Ausweisstellen oder online in das Register eintragen lassen. Die Entscheidung kann unabhängig geändert werden. Außerdem sollten Hausärzte ihre Patienten über die Organspende beraten. Der Organspendeausweis bleibt in der bekannten Form bestehen.

Mit den vorgeschlagenen Regelungen zur Stärkung der Organspendebereitschaft und deren Dokumentation soll die bestehende Diskrepanz zwischen der positiven Einstellung der Menschen zur Organspende und dem dokumentierten Willen abgebaut werden. Die Entscheidungsfreiheit und das Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen bleiben unberührt. Denn nur eine informierte Entscheidung ist eine echte Entscheidung.

Da die Diskussion um die Entscheidungsbereitschaft zur Organspende eine grundsätzliche Überlegung ist, bereitet das Bundesgesundheitsministerium keinen Gesetzentwurf vor. Stattdessen werden Gruppenanträge von Abgeordneten verschiedener Fraktionen eingebracht, über die dann nach ausführlicher Debatte im Bundestag fraktionsübergreifend abgestimmt wird.