Söder vorne, Wüst auf Platz zwei: In der K-Frage landet Merz nur auf dem dritten Platz

Söder vorne, Wüst auf Platz zwei


In der K-Frage landet Merz nur auf dem dritten Platz

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Wer Kanzlerkandidat der Union wird, wird sich erst im Herbst entscheiden. CDU-Chef Merz ist derzeit klarer Favorit. Bei einer Umfrage für das RTL/ntv-Trendbarometer belegte er jedoch nur den dritten Platz.

Wer bei der nächsten Bundestagswahl für die Union als Kanzler kandidieren wird, steht noch nicht fest. Beim aktuellen CDU-Parteitag in Berlin gab es bislang keine Hinweise darauf, ob Parteichef Friedrich Merz eine Kandidatur plant. Wenn er wolle, könne ihm die Kanzlerkandidatur nicht genommen werden, sagen CDU-Politiker immer, wenn sie auf das Thema angesprochen werden.

Merz selbst sagt, dass es zwischen ihm und CSU-Chef Markus Söder keinen Machtkampf geben wird, wie es ihn vor der Bundestagswahl 2021 zwischen Söder und dem damaligen CDU-Chef Armin Laschet gab. Aber eigentlich gehen alle davon aus, dass Merz es schaffen wird.

Aber wäre Merz auch der Kandidat, der die meisten Stimmen verspricht? Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für das RTL/ntv-Trendbarometer lässt daran Zweifel aufkommen. Auf die Frage, welcher gemeinsame Kanzlerkandidat von CDU und CSU bei der nächsten Bundestagswahl die meisten Stimmen erhalten würde, nannten 29 Prozent aller Wahlberechtigten den bayerischen Ministerpräsidenten Söder.

Merz landet bei dieser Frage nur auf dem dritten Platz, denn 27 Prozent der Wahlberechtigten sagen, dass die Union mit NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst bei der nächsten Bundestagswahl die besten Chancen hätte. 25 Prozent sagen das über Merz.

Auch die Anhänger von CDU und CSU glauben am ehesten, dass die Union mit Söder die besten Chancen bei der nächsten Bundestagswahl hätte. Auch unter ihnen landet Merz nur auf dem dritten Platz. Die Frage wird nach der Landtagswahl in Ostdeutschland im September entschieden. In der wöchentlichen K-Frage von Forsa zwischen Merz, Kanzler Olaf Scholz und entweder Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck oder Außenministerin Annalena Baerbock belegt Merz jedoch regelmäßig klar den ersten Platz.

Auf die Frage, ob Merz als Bundeskanzler Deutschland in eine gute Zukunft führen würde, antworteten 36 Prozent mit „Ja“. Eine Mehrheit von 55 Prozent traut Merz das nicht zu. Hier hat er jedoch eine deutliche Mehrheit der Unionsanhänger hinter sich: 66 Prozent von ihnen sagen, dass ein Kanzler Merz Deutschland in eine gute Zukunft führen würde. 28 Prozent der CDU/CSU-Anhänger trauen Merz das nicht zu.

Auf dem Parteitag in Berlin an diesem Dienstag stellt die CDU ein neues Grundsatzprogramm vor. In der Debatte darüber versuchte die CDU-Spitze immer, einen Mittelweg zu finden: ein wenig Distanz zur Regierungszeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel, ohne jedoch einen klaren Bruch mit dem Stil und der Ausrichtung der Altkanzlerin zu vollziehen.

Die Forsa-Umfrage legt nahe, dass dieser Ansatz die richtige Entscheidung war: Für 67 Prozent der Bundesbürger waren die Merkel-Jahre alles in allem gute Jahre. Nur 28 Prozent glauben, dass Merkels Zeit als Kanzlerin ein eher schlechtes Jahr für Deutschland war. Noch positiver fällt das Urteil bei den Union-Anhängern aus.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland am 3. und 6. Mai erhoben. Datenbank: 1004 Befragte. Statistische Fehlerquote: plus/minus 3 Prozentpunkte.

Weitere Informationen zu Forsa hier.
Forsa-Umfragen im Auftrag von RTL Deutschland.

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