Sepp Hochreiter: Sepp schlägt zurück

Sepp Hochreiter revolutionierte in den 1990er Jahren die künstliche Intelligenz. Dann kamen andere. Jetzt möchte er erneut angreifen und ein besseres ChatGPT aufbauen.

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Dies ist ein experimentelles Werkzeug. Die Ergebnisse können unvollständig, veraltet oder sogar falsch sein.

Sepp Hochreiter, ein renommierter Informatiker, und sein Team planen die Entwicklung eines neuen KI-Systems namens XLSTM, das auf seiner alten Idee von LSTM basiert. Mit Millioneninvestitionen der Pierer Digital Holding und der Gründung des Unternehmens NXAI will er OpenAI vom Markt fegen. Seine Forschungsarbeiten zeigen vielversprechende Ergebnisse, die darauf hindeuten, dass XLSTM eine ernsthafte Konkurrenz für die aktuellen großen Sprachmodelle sein könnte. Hochreiter ist überzeugt, dass seine Technologie effizienter und leistungsfähiger ist als die der großen Technologiekonzerne und plant, die KI-Welt zu revolutionieren.

Sepp Hochreiter: Die Art von KI, die Sepp Hochreiter erfunden hat, war einst für die Spracherkennung auf praktisch jedem Smartphone verantwortlich.
Die Art von KI, die Sepp Hochreiter erfunden hat, war einst für die Spracherkennung auf praktisch jedem Smartphone verantwortlich.
© New Material/​unsplash.com; Handout/​Nxai Gmbh/​dpa

Nach einem Businessplan zu fragen, kann einen Wutanfall auslösen. „So ein Unsinn!“ ruft Sepp Hochreiter. Der Professor ist um die Welt gereist, schwört aber immer noch am besten auf Bairisch. „Ich will keinen Businessplan!“ Im kahlen Büro der Universität Linz wirft der weißhaarige Informatiker im moosgrünen Zopfpullover die Arme in die Luft, der Drehstuhl springt zurück und wird von der Schreibtischkante gestoppt.

Alle großen europäischen Unternehmen, mit denen er in den letzten Monaten über sein Projekt gesprochen hat, wollten nur wissen, wie sie damit Geld verdienen könnten. „Das ist so dumm!“ er beschwert sich. „Zuallererst möchte ich, dass das Ding funktioniert!“