Seoane beendet die Neuhaus-Debatte – das ist Gladbachs Zukunft

Ein sichtlich frustrierter Gerardo Seoane gestikuliert am Spielfeldrand am 30. März 2024.

Ist das das Ende dieses Streits?

Borussia Mönchengladbach und insbesondere Trainer Gerardo Seoane (45) können das Thema rund um Florian Neuhaus (27) und seinen Solo-Elfmeter im Spiel gegen den SV Werder Bremen (2:2, 4. Mai 2024) immer noch nicht loslassen.

Seoane will die Diskussion um Neuhaus beenden – Abschiedsspiele im Mai?

Neuhaus war am Dienstag (7. Mai) beim Mannschaftstraining dabei, eine sportliche Disziplinarmaßnahme wie etwa eine Sperre gab es daher nicht. In einer Medienrunde nach der Einheit äußerten sich die Schweizer zum Fall Neuhaus.

Außerdem gab er einen Ausblick darauf, wie er in den nächsten beiden Spielen mit dem Profi umgehen will – es könnten bereits die letzten Auftritte des Mittelfeldspielers im Borussia-Trikot sein.

Wie die „Rheinische Post“ berichtet, versuchte Seoane, das Thema herunterzuspielen, stellte aber klar fest, dass Neuhaus einen Fehler gemacht habe.

Beim Stand von 1:2 bekam Gladbach in der entscheidenden Minute in Bremen einen Elfmeter zugesprochen. Obwohl mit Julian Weigl (28) und Tomas Cvancara (23) zwei Schützen auf dem Platz standen, die den Angriff ausführen sollten, schnappte sich Neuhaus den Ball – und verwandelte.

Anstatt zu jubeln, wandte sich Seoane zum Unterstand. Auch nach dem Spiel war für beide Spieler klar, dass die Stimmung äußerst angespannt war. Davon will der Trainer nichts mehr wissen.

„In den letzten Tagen gab es von unserer Seite keine größeren Diskussionen über die Strafe. „Flo hat sich nicht an Anweisungen gehalten, so etwas passiert im Fußball, wir haben uns intern darum gekümmert“, sagte der 45-Jährige.

Seoane erklärte auch, wie er vorgehen will: „Florian steht im Wettbewerb mit anderen Spielern. Wir im Trainerteam entscheiden anhand von Training, Spielleistung und System, welche Eigenschaften wir auf dem Platz benötigen.“

Wird es für Neuhaus also keinen Nachteil geben, nachdem er gegen die Anweisungen des Trainers verstoßen hat?

Ein Startelfeinsatz scheint zumindest unwahrscheinlich. In den letzten fünf Spielen stand Neuhaus nicht einmal auf dem Platz – seine Aktion am Samstag brachte ihn nicht gerade in die Gunst des Trainers.

In den drei vorherigen Spielen saß der ehemalige Nationalspieler jeweils 90 Minuten auf der Bank. Ein Szenario, das für ihn in den beiden verbleibenden Bundesligaspielen definitiv nicht ausgeschlossen ist. Dann könnte das seltsame Elfmetertor in der Nachspielzeit möglicherweise seine letzte Aktion als Borussia-Profi gewesen sein.

Wie bereits im letzten Sommer gibt es Gerüchte über einen Abgang von Neuhaus in dieser Saison. Mit seiner Spielzeit ist der 27-Jährige nicht zufrieden, er macht keinen Hehl daraus, die schlechte Luft habe sich mittlerweile aufgebaut.

Ob Neuhaus am Samstag (11. Mai, 15.30 Uhr) im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt eine Rolle spielen wird, hängt auch davon ab, wie gut Trainer und Spieler den Streit tatsächlich lösen konnten.

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