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Selbst der Kreml hält diesen Mann für zu faschistisch


Der Kreml setzt immer wieder schockierende Hasspropaganda ein – der russischsprachige Sender RT wiederholt Putins faschistisches Narrativ. Aber einer macht selbst Keml zu viel Propaganda: Anton Krassowski.

In einer Live-Sendung schlug der Leiter des russischsprachigen Programms von RT vor, ukrainische Kinder, die nicht unter russischer Herrschaft leben wollten, zu ertränken oder lebendig zu verbrennen. Am Montag erklärte RT-Chefredakteurin Margarita Simonyan, die Zusammenarbeit mit Anton Krassowski sei beendet – zog diese aber wenig später wieder zurück.

Nun soll sogar die Staatsanwaltschaft gegen den RT-Chef ermitteln, berichtet der „Stern“.

Sein Hassobjekt sind die Ukrainer

Der 47-jährige russischstämmige Fernsehjournalist leitet seit 2020 die russischsprachige Sendung RT. 2013 outete sich Krassowski als homosexuell. Krassowski macht keinen Hehl aus seinem positiven HIV-Status. Schon früh in seiner Karriere sorgte er für Anstoß: Bei der „Vogue“ wurde er wegen seines schlechten Benehmens im Team gefeuert. Sein klares Hassobjekt: Ukrainer.

Erst in der jüngsten Ausgabe der Sendung „Antonym“ beklagte Krassovsky zusammen mit dem Science-Fiction-Autor Sergei Lukyanenko, dass sich nicht nur ethnische Ukrainer, sondern auch in der Ukraine lebende Russen mit dem ukrainischen Staat identifizieren.

„Nun, dann lass uns sie erschießen“

Auch Krassowski fragte einen Studiogast: „Soll die Ukraine überhaupt auf der Weltkarte bleiben“ und bekam die Antwort: „Ich denke schon “, so Lukjanenko. Krassowski macht dann eine heftige Aussage: „Na, dann erschießen wir sie.“

Lukyanenko scheint schmerzhafte Erinnerungen an die Ukraine zu haben: Der Autor erzählt dem Fernsehjournalisten Krassovsky von seinen Reisen in die Ukraine in den 1980er Jahren. Er musste von ukrainischen Kindern hören, dass die Ukraine von den „Moskali“ besetzt sei. Der Begriff soll eine abfällige Bezeichnung für Russen sein. Laut Lukyanenko hätten die Kinder gesagt, dass die Ukrainer wie die Franzosen hätten leben können, wenn die Russen nicht gewesen wären.

Schockierende Aussage über ukrainische Kinder

Krassowski reagierte daraufhin mit einer fürchterlichen Aussage: „Diese Kinder hätten direkt ertränkt werden sollen! Ertränkt diese Kinder! (…) Ertrinken“, rief er. Der Begriff „Moskali“ scheint den TV-Journalisten besonders zu ärgern: „Wenn jemand nur davon spricht, von den ‚Moskali‘ besetzt zu sein, werfen sie sie direkt in einen Fluss mit reißender Strömung“, sagt Krassowski.

Der TV-Journalist will es nicht bei den blutrünstigen Äußerungen belassen. Er sagt weiter, dass man die Kinder „in ihre Hütten einsperren und verbrennen“ solle.

Krassowski begrüßt Vergewaltigungen

Und der TV-Journalist bedient sich noch mehr Grausamkeiten in der Sendung. Er scherzt über Vergewaltigungen: „Alte Frauen würden ihren letzten Groschen dafür geben, dass russische Soldaten sie vergewaltigen“, sagt Krassowski. Er scherzt auch, dass russische Soldaten prahlen können: „Heute habe ich 14 80-jährige ukrainische Frauen vergewaltigt.“

Der Kreml treibt die Propaganda zu weit

Aber auch dem Kreml gehen Krassowskis Äußerungen über das Ertränken oder Verbrennen von Kindern zu weit. Der Chef des russischen Ermittlungsausschusses, Alexander Bastrykin, soll die Staatsanwaltschaft beauftragt haben, den Aussagen Krassowskis nachzugehen, berichtet der Stern. Duma-Abgeordneter Dmitri Savelyev soll gefordert haben, Krasovsky „so schnell wie möglich zu verhaften und nach strengsten Gesetzen zu verurteilen“.

Auch die Europäische Union setzte ihn im Februar im Zusammenhang mit Russlands Angriffskrieg in der Ukraine auf eine schwarze Liste. Grund dafür ist seine antiukrainische Propaganda.

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