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Scholz über Klimaaktivisten: „Habe meine Zustimmung nicht bekommen“


Stand: 31.10.2022 19:39 Uhr

Seit Wochen machen radikale Klimaaktivisten der „letzten Generation“ mit spektakulären Aktionen auf ihre Anliegen aufmerksam. Dies ist auf einige Kritik gestoßen. Nun hat sich auch die Bundeskanzlerin dazu geäußert.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat Klimaaktivisten aufgefordert, bei ihren teils spektakulären Aktionen – etwa mit Straßenblockaden – andere Menschen nicht zu gefährden. Sein Appell könne nur lauten, „dass man bei allen Entscheidungen, die man für politische Kundgebungen trifft, immer im Hinterkopf behält, dass dadurch keine anderen gefährdet werden“, sagte der Bundeskanzler vor Journalisten, als er nach seiner Haltung zum Vorgehen der Klimaprotestgruppe gefragt wurde. Letzte Generation“.

Konkret ging es um einen Vorfall, der sich in Berlin ereignet hatte. Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr trafen nach Angaben eines Sprechers wegen der Proteste von Klimademonstranten verspätet am Unfallort ein. Dadurch verzögerte sich die Bergung der Opfer.

Es sei „immer deprimierend“, wenn Menschen durch Verkehrsunfälle in Gefahr seien, erklärte Scholz. Dann ist es natürlich wichtig, möglichst schnell zu den Verletzten vorzudringen. Wenn in diesem konkreten Fall Menschen gefährdet seien, sei dies „sehr bedauerlich“.

Kein Applaus für Störaktionen

Eine „kritische Haltung, kritischer Protest“ sei hinzunehmen, so Scholz weiter. Klar sei aber auch, „dass die Aktionen nicht auf allzu großen Beifall gestoßen sind. Ich auch nicht.“ Gleiches gilt für Kunstwerke, die im Zuge von Protestaktionen beschädigt werden. „Ich bin sehr deprimiert über das, was passiert, und ich bin sehr froh, dass es nicht passiert ist, dass Kunst, die nicht wiederherstellbar gewesen wäre, dauerhaft geschädigt wurde“, sagte Scholz.

Vor rund einer Woche warfen Aktivisten der „Letzten Generation“ im Barbarini-Museum in Potsdam ein mehr als 100 Millionen Euro teures Gemälde mit Kartoffelpüree. Das Kunstwerk wurde nicht beschädigt, da es durch eine Glasschicht geschützt war. Aktionen dieser Art finden derzeit häufiger statt – auch im Ausland.