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Deutschland Nachrichten

„Schlimmste Zeit“: Merz wettert gegen Scholz‘ geplante China-Reise

„Schlimmste Zeit“
Merz wettert gegen die geplante China-Reise von Scholz

Friedrich Merz hat bereits deutlich gemacht, dass er vom China-Hafen-Deal der Kanzlerin nicht viel hält. Auch die geplante China-Reise von Scholz wirkt sich negativ auf die CDU-Chefin aus. Das Timing ist extrem schlecht und sendet die falschen Signale an die chinesische Führung.

CDU-Chef Friedrich Merz hat die geplante China-Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz kritisiert und erneut eine Überprüfung der Beziehungen Deutschlands zu dem Land gefordert. „Er könnte zu keinem schlechteren Zeitpunkt fahren“, sagte er der „Augsburger Allgemeinen“ mit Blick auf Scholz‘ Reise am kommenden Freitag.

Mit Blick auf die Entscheidung der Bundesregierung, China einen Containerterminal im Hamburger Hafen betreten zu lassen, sagte Merz, die Kanzlerin glaube offenbar immer noch an die Theorie des Wandels durch Handel. „Ihm fehlt die Bereitschaft, die Risiken, denen wir ausgesetzt sind, neu zu bewerten“, kritisierte der Unionsfraktionschef. „Und ausgerechnet jetzt fliegt er nach China, eine Woche nach diesem Parteitag der Kommunistischen Partei, wo offen mit militärischer Gewalt gegen Taiwan gedroht und der Vorgänger von Xi Jinping vor den Augen der Weltöffentlichkeit aus dem Saal geholt wurde.“

Die chinesische Regierung werde den Besuch der Kanzlerin „zusammen mit dem Geschenk einer weiteren Teilnahme am Hafen als Bestätigung ihres Kurses propagandistisch ausnutzen“, warnte Merz. Er wies darauf hin, dass die Koalition selbst für das Frühjahr eine neue China-Strategie angekündigt habe. „Es wäre richtig gewesen, erst danach nach China zu reisen. Der Krieg gegen die Ukraine und die einseitige Seite Chinas zugunsten Russlands machen es noch dringlicher, unser Verhältnis zu China zu überprüfen“, betonte er. „Zur Wende gehört auch ein neuer Blick auf China.“

Stattdessen habe die Kommunistische Partei Chinas „durch ihre Beteiligungen an europäischen Häfen jetzt einen vollständigen Überblick über die Handelsströme in Europa“. Mit Blick auf Widerstände innerhalb der Ampelregierung sagte er: „Die einsame Entscheidung von Scholz war ein schwerer strategischer Fehler.“

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