Jannah Theme License is not validated, Go to the theme options page to validate the license, You need a single license for each domain name.

Rechtsextremismus: Faeser verbietet Neonazi-Gruppe „Hammerskins Deutschland“


Rechtsextremismus
Faeser verbietet Neonazi-Gruppe „Hammerskins Deutschland“

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). Foto

© Boris Rössler/dpa

Ihr Symbol sind zwei gekreuzte Hämmer. Jetzt hat der Bundesinnenminister „Hammerskins Deutschland“ verboten. Es heißt, die Razzia sei über ein Jahr lang vorbereitet worden.

Bundesinnenminister Nancy Faeser (SPD) hat die rechtsextreme Vereinigung „Hammerskins Deutschland“ sowie ihre regionalen Ableger und die Unterorganisation „Crew 38“ verboten. Wie das Ministerium mitteilt, durchsuchten Polizeikräfte am frühen Morgen die Wohnungen von 28 mutmaßlichen Vereinsmitgliedern in zehn Bundesländern: Sachsen, Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und das Saarland.

Als Begründung wurde angegeben, der Verein richte sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung und gegen den Gedanken der Völkerverständigung. Darüber hinaus verstießen Zweck und Tätigkeit des Vereins gegen das Strafrecht. Bei den Konzertveranstaltungen der Gruppe werden auch Nichtmitglieder mit rechtsextremistischem Gedankengut ideologisiert. Nach Angaben des Ministeriums haben Bund und Länder über ein Jahr lang gemeinsam an der Vorbereitung des Verbots gearbeitet. Es gab auch eine Zusammenarbeit mit US-Partnerbehörden.

Ableger eines US-Konzerns

Die Neonazi-Gruppe ist ein Ableger einer Gruppe aus den USA und existiert in Deutschland seit Anfang der 1990er Jahre. Zu den rechtsextremen Organisationen, die in den letzten Jahren verboten wurden, gehören „Combat 18“ und „Nordadler“. Nach Angaben des Ministeriums handelt es sich um das 20. Verbot einer rechtsextremen Organisation durch das Bundesinnenministerium.

Das Verbot sei „ein harter Schlag für die Organisierten.“ Rechtsextremismus„, sagte Bundesinnenminister Faeser. Damit sei „ein klares Zeichen gegen Rassismus und Antisemitismus“. Rechtsextremismus sei nach wie vor „die größte extremistische Bedrohung für unsere Demokratie.“ Sie betonte: „Deshalb gehen wir weiterhin mit allen vor.“ Entschlossenheit, rechtsextreme Strukturen zu bekämpfen und zu zerschlagen.“

dpa