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Prozesse: Urteil zum Amoklauf in Trier weitgehend aufgehoben


Prozesse
Das Urteil zum Amoklauf in Trier wurde weitgehend aufgehoben

Eine Figur blinder Gerechtigkeit. Foto

© Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

Der tödliche Amoklauf in Trier vor drei Jahren sorgte im ganzen Land für Entsetzen. Nun gibt es eine teilweise Neuauflage des Prozesses gegen den Täter.

Der Prozess rund um die Amoklauf In Trier mit fünf Todesfällen muss in Teilen wiedereröffnet werden. Nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe wurde das Urteil des Landgerichts Trier wegen Rechtsfehlern weitgehend aufgehoben. Der BGH gab am Montag bekannt, dass der Berufung des Beklagten stattgegeben wurde.

Der Grund: Das Landgericht habe bei der Begründung seiner Annahme, der Beklagte habe in einem Zustand erheblich verminderter Schuld gehandelt, keinen Rechtsfehler begangen. Das bedeutet, dass auch die Entscheidungen über die Rechtsfolgen aufgehoben werden müssen.

Bei der Amokfahrt am 1. Dezember 2020 raste ein Mann mit seinem Geländewagen durch die Trierer Fußgängerzone und fuhr gezielt Passanten an. Bei dem Vorfall starben fünf Menschen, darunter ein Baby. Hinzu kamen Dutzende verletzte und traumatisierte Menschen.

Der Täter stand im August 2022 wegen mehrfachen Mordes und mehrfachen Mordversuchs vor Gericht Trier wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht wies zudem auf die besondere Schwere der Schuld hin und ordnete die Unterbringung des Mannes in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik an.

Dem Experten zufolge leide der Mann an paranoider Schizophrenie mit bizarren Wahnvorstellungen – und sei daher weniger schuldfähig. Der gelernte Elektriker schwieg während des einjährigen Prozesses zu den Vorwürfen. Einen Tag nach dem Urteil legte der Verteidiger des Schützen Berufung ein.

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dpa