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Pokalrunde voller Überraschungen: Bayern-Schreck hofft auf einen Riesengewinn

Pokalrunde voller Überraschungen
Bayern-Schreck hofft auf einen Riesengewinn

Sechs Erstligisten, acht Zweitligisten, dazu Homburg und Saarbrücken: Auch das Pokal-Achtelfinale ist ein Aufeinandertreffen der Außenseiter. Für kleine Vereine hätte bereits ein weiterer Sieg enorme finanzielle Auswirkungen. Nur der Gastgeber des Finales träumt nicht mehr.

Der Rekordpokalsieger raus, der Titelverteidiger weg: Ohne den FC Bayern und RB Leipzig könnte der DFB-Pokal in diesem Jahr zum Pokal der Überraschungsteams werden. Neben den neuen Top-Favoriten Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen wittert nun auch die Bundesliga-Mittelklasse mit Eintracht Frankfurt, Borussia Mönchengladbach und dem VfL Wolfsburg ihre Chance auf den großen Coup. Auch an acht Zweitligastandorten lebt der Traum vom Finale in Berlin vor dem Achtelfinale am Dienstag und Mittwoch.

Zuletzt gab es vor sechseinhalb Jahren ein Pokalfinale ohne München oder Leipzig. Vor allem der BVB, der am Mittwoch gegen den VfB Stuttgart spielt (20.45 Uhr/ZDF und Sky und im Liveticker auf ntv.de) und Leverkusen wissen um ihre Chance. „Natürlich schauen wir, was die anderen machen, und wenn die Bayern rausfliegen, haben wir nichts dagegen“, sagte Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes. „Aber am Ende muss man seine eigenen Spiele gewinnen.“ Der Tabellenführer der Bundesliga ist gegen den SC Paderborn der klare Favorit (Mittwoch 18 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de).

Nur noch sechs Bundesligamannschaften sind übrig

Nicht nur das Fehlen von Bayern und Leipzig macht den Wettbewerb für die verbleibenden Vereine ungewöhnlich attraktiv und erfolgsversprechend. Von den 16 Achtelfinalteams kommen nur sechs aus der Bundesliga. Da es zwei Erstligaduelle gibt, erreichen maximal vier von ihnen die nächste Runde. Darüber hinaus stehen mindestens drei Zweitligisten im Viertelfinale. Schlagbare Gegner werden auf jeden Fall im nächsten Lostopf sein.

Für viele Vereine wäre allein der Einzug ins Viertelfinale neben dem fußballerischen Erfolg auch aus finanzieller Sicht enorm wichtig. Als Bonus für das Erreichen der Runde der letzten acht Teams gibt es gut 1,7 Millionen Euro. Hinzu kommen Zuschauereinnahmen. Besonders groß wären die Auswirkungen für Bayerns Bezwinger 1. FC Saarbrücken und Regionalligavertreter FC 08 Homburg. „Wenn wir gegen Frankfurt gewinnen, wäre das ein Drittel unseres geplanten Budgets für diese Saison“, sagte der Pressesprecher des Drittligisten Saarbrücken, Peter Müller.

Das zusätzliche Geld würde auch einigen Zweitligisten in der kommenden Wintertransferperiode neue Möglichkeiten eröffnen. „Ich hoffe, dass wir weiterkommen und sich der finanzielle Spielraum etwas erweitert“, sagte Fortuna Düsseldorfs Sportdirektor Christian Weber vor dem Spiel beim 1. FC Magdeburg (18 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker). „Es ist nicht immer vor der Saison geplant, dass man in die vierte Runde kommt. Das wäre dementsprechend ein kleiner Zusatzverdienst.“

Dardai träumt nicht mehr vom Finale

Das DFB-Pokal-Achtelfinale im Überblick:

Dienstag, 5. Dezember 2023
1. FC Kaiserslautern – 1. FC Nürnberg
1. FC Magdeburg – Fortuna Düsseldorf (beide 18 Uhr)
Borussia Mönchengladbach – VfL Wolfsburg
FC Homburg – FC St. Pauli (beide 20,45)

Mittwoch, 6. Dezember 2023
1. FC Saarbrücken – Eintracht Frankfurt
Bayer Leverkusen – SC Paderborn (beide 18 Uhr)
Hertha BSC – Hamburger SV
VfB Stuttgart – Borussia Dortmund (beide 20,45)

Nicht nur Fortuna, die 1979 und 1980 den Pokal gewann, träumt davon, dieses Jahr etwas zu schaffen, was bisher nur einem Verein gelungen ist. Hannover 96 war 1992 der einzige Zweitligist, der den DFB-Pokal gewann. „In diesem Jahr sind die Chancen für einen Zweitligisten höher als sonst.“ Vielleicht kann tatsächlich jemand wiederholen, was wir damals gemacht haben“, sagte Roman Wojcicki, der damals als Spieler dabei war.

Besonders groß ist die Sehnsucht nach Berlin. Die Hertha-Fans dort träumen schon lange davon, dass ihre Profimannschaft im heimischen Olympiastadion das Finale erreicht. Trainer Pal Dardai weiß das. Seine Einschätzung der Chancen seiner Mannschaft ist vor dem Achtelfinale gegen den Hamburger SV (Mittwoch, 20.45 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) betonte aber nüchtern: „Ich bin seit fast 30 Jahren hier, ich habe aufgehört zu träumen“, sagte er. „Wir arbeiten einfach so hart wir können und wollen nichts versprechen.“