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Pendlerströme im Herzogtum Lauenburg – An diese Orte gehen Menschen, um zu arbeiten


Mölln. Deutschland gilt als Pendlerrepublik. In kaum einem anderen Land der Welt müssen so viele Menschen morgens in Auto, Bus oder Bahn steigen, um zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. In Zahlen heißt das für den Kreis Herzogtum Lauenburg: Von den rund 79.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Kreis pendeln etwa 48.000 Menschen (60,6 Prozent) zur Arbeit in einen anderen Kreis oder ein anderes Bundesland. Von den rund 51.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen, die das Herzogtum zu bieten hat, sind 39 Prozent – ​​das entspricht knapp 20.000 Frauen und Männern – mit Ausländern besetzt.

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Aber auch innerhalb des Bezirks gibt es viel Pendlerverkehr. Hier die wichtigsten Ströme aller Gemeinden im Landkreis:

Ratzeburg

1.113 Menschen aus der Kreisstadt fahren täglich zur Arbeit nach Lübeck, fast genauso viele (1.118) aus dem Amt Lauenburgische Seen ziehen nach Ratzeburg. Ratzeburg exportiert 722 Mitarbeiter ins benachbarte Mölln, während aus der Eulenspiegelstadt täglich 619 Menschen nach Ratzeburg kommen. Den längsten Arbeitsweg mit rund 53 Kilometern legen täglich die 613 Ratzeburger zurück, die in Hamburg zur Arbeit müssen.

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Übrigens ist die Einwohnerzahl Ratzeburgs tagsüber um 1.508 Personen höher als in der Nacht, da mehr Menschen einpendeln (5.814) als auspendeln (4.306). 2835 sind innerhalb der Stadt unterwegs.

Pendlerströme in Ratzeburg

Büro Berkenthin

Für viele Menschen im Büro Berkenthin geht es darum, auf dem Land zu leben und in einer Großstadt zu arbeiten. 1.776 von ihnen fahren täglich zur Arbeit ins nahegelegene Lübeck. Und mit 383 Frauen und Männern liegt die Hansestadt Hamburg an zweiter Stelle als wichtigstes Pendlerziel. Dahinter liegen Ratzeburg (288), Bad Oldesloe (177) und Mölln (149). Andererseits haben 391 Lübecker auch eine Anstellung im öffentlichen Sektor gefunden. Und täglich reisen sogar 41 Menschen aus Hamburg an.

Allerdings ist die Pendelbilanz im Berkethin-Büro negativ: 3.960 Menschen gehen jeden Tag weg, nur 1.306 kommen rein. Die Bevölkerung schrumpft von 8.440 auf 5.786 pro Tag.

Lauenburgisches Seenamt

Es überrascht nicht, dass die meisten Pendler täglich auch vom Büro Lauenburgische Seen in die nahegelegene Hansestadt fahren – die Statistik weist 1937 Lübecker Pendler aus. Es folgen Ratzeburg (1118), Mölln (534) und Hamburg (505). Dagegen fahren 461 Lübecker täglich zur Arbeit an die Lauenburger Seen. Bemerkenswert: Die Bundeshauptstadt Berlin liegt auf dem fünften Platz unter den Einzugsgebieten im Landkreis Lauenburgische Seenplatte. 80 Berliner nehmen täglich die über 200 Kilometer lange Strecke in Angriff. Der LN konnte noch nicht herausfinden, wo sie alle arbeiten.

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Die Pendelbilanz zeigt: An den Lauenburger Seen wird mehr gelebt als gearbeitet: Die Bevölkerung schrumpft tagsüber deutlich – um 3.931 Menschen, von 13.684 auf 9.753.

Büro Sandesneben-Nusse

Die Schwerkraft der Megacity Hamburg ist im Büro Sandesneben-Nusse bereits deutlich spürbar. Die meisten Pendler (1751) machen sich täglich auf den Weg zur Arbeit in die Elbmetropole; 869 gehen nach Trittau und 732 nach Lübeck. Weitere Ziele in den Top 5 sind Bad Oldesloe (407) und Ahrensburg (348). Erst auf den Plätzen 6 und 7 fallen Arbeitsplätze in den Nachbarorten Mölln (343) und Ratzeburg (238) auf.

Auch das Büro ist kein gerade boomender Jobmotor: 7.043 Leute gehen jeden Tag, nur 1.115 kommen rein. Die Einwohnerzahl steigt nachts von 9.729 auf 15.657.

Mölln

Auch die Möllner fühlen sich stark von der Elbe angezogen. 909 legen täglich die 46 Kilometer bis Hamburg zurück, 722 fahren nach Ratzeburg, 464 nach Lübeck. Die Eulenspiegelstadt selbst rekrutiert hingegen den Großteil ihrer Arbeitskräfte aus der unmittelbaren Umgebung. Die Pendler kommen aus Ratzeburg (619), Breitenfelde (540), Lauenburgische Seen (534), Büchen (436) und Sandesneben-Nusse (343). 342 Mitarbeiter kommen aus Lübeck und 319 aus Hamburg.

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Pendler und Berufspendler halten sich in Mölln einigermaßen die Waage: 4928 einfahrende, 4396 ausfahrende – das ergibt einen Pendlersaldo von plus 532. Ratzeburg und Mölln sind die einzigen Gemeinden im Kreis, in denen die tägliche Einwohnerzahl größer ist als die tatsächliche Einwohnerzahl.

Pendlerströme Mölln

Pendlerströme Mölln

Büro Breitenfelde

Die Hansestadt Hamburg (578) liegt bei den Pendlerzielen der Menschen im Kreis Breitenfelde auf Platz eins. Knapp dahinter liegt das benachbarte Mölln mit 540 Pendlern. 202 Breitenfelder gehen nach Ratzeburg, 139 nach Schwarzenbek. Im Büro Breitenfelde arbeiten 346 Frauen und Männer aus Mölln, 120 aus Büchen und 94 aus Ratzeburg.

Insgesamt verlassen täglich 2.439 Menschen Breitenfelde, 1.208 kommen zur Arbeit. Die Tagesbevölkerung liegt somit um 1231 Personen unter der tatsächlichen Bevölkerungszahl.

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Büro Büchen

Je weiter südlich, desto größer wird die Anziehungskraft aus Hamburg. Auch im Bezirk Büchen zieht es einen Großteil der Berufspendler (1986) in die Millionenstadt. Die meisten anderen bleiben ihrer Heimatregion treu: Wichtige Pendlerziele sind Schwarzenbek (707), Mölln (436), Ratzeburg (245) und Geesthacht (234). Die Städte und Gemeinden im unmittelbar benachbarten Mecklenburg-Vorpommern tauchen hingegen nicht in den Top 10 der Einpendlergebiete auf. Allerdings kommen viele Menschen aus Boizenburg/Land (130), Boizenburg/Stadt (116) und Zarrentin (115) zur Arbeit über die ehemalige deutsch-deutsche Grenze.

Büchen hat nachts 14.701 Einwohner und tagsüber nur 11.399. Mit 3302 ist der Pendlersaldo deutlich negativ.

Schwarzenbecker Land

1956 leben Menschen hier auf dem Land und arbeiten in der Großstadt Hamburg. Den zweiten Platz belegt Schwarzenbek, das zwar in der Kreismitte liegt (aber nicht zum Kreis gehört), mit 423 Einpendlern. Weitere 404 Menschen zieht es über die Kreisgrenze nach Stormarn ins benachbarte Trittau. Auch bei Pendlern liegt Hamburg auf Platz eins. 275 Hamburger fahren täglich zu ihren Arbeitsplätzen im Büro Schwarzenbek-Land.

Die Bevölkerung schrumpft tagsüber um fast ein Drittel, um 2.770 auf nur noch 6.804 Menschen. 4.614 Frauen und Männer ziehen zur Arbeit weg, 1.844 kommen neu.

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Schwarzenbek

Die Stadt Schwarzenbek liegt bereits mitten in der Hamburger Fettschicht. Dadurch fahren täglich 3.163 Schwarzenbeker zur Arbeit nach Hamburg. Mit großem Abstand folgen die Städte Geesthacht mit 388 und Reinbek mit 280 Einwohnern auf den Plätzen zwei und drei der Einpendlergebiete. Andererseits finden auch Hamburger Städter Arbeit in Schwarzenbek: 870 von ihnen pendeln täglich über die B 207 und A 24. Weitere 707 kommen aus Büchen, 423 aus dem umliegenden Kreis Schwarzenbek-Land.

Auch die Stadt Schwarzenbek hat mehr Arbeitskräfte als Arbeitsplätze zu bieten: Täglich verlassen 6.352 Menschen die Stadt, 4.731 kommen hinzu – das ergibt einen Pendlersaldo von -1.621.

Büro Lütau

Der kleine Kreis Lütau mit seinen zehn Gemeinden hat nicht viele Arbeitsplätze zu bieten, weshalb ein Großteil der Erwerbsbevölkerung ins Umland abwandert. 414 Frauen und Männer pendeln nach Hamburg, die anderen nach Geesthacht (210), Lauenburg (174), Büchen (112) und Schwarzenbek (101). Aber auch in Lütau selbst finden einige Ausländer Arbeit: 81 kommen aus dem benachbarten Lauenburg, 49 aus Büchen und mindestens 26 aus Hamburg.

Insgesamt begeben sich lediglich 395 Ausländer zur täglichen Arbeit dorthin, während fast viermal so viele (1.431) das offizielle Gebiet zur Arbeit verlassen.

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Pendlerströme im Herzogtum Lauenburg

Pendlerströme im Herzogtum Lauenburg

Lauenburg/Elbe

Die Lauenburger gehören zu den einzigen Menschen im Landkreis, die es in großer Zahl über die Elbe nach Niedersachsen zieht. 212 Männer und Frauen reisen täglich ins nur 18 Kilometer entfernte Lüneburg – wegen der guten Anbindung über die Elbbrücke und die B 209. Die meisten Pendler fahren jedoch Richtung Westen nach Hamburg (880) und Geesthacht (593). Der Großteil der Pendler, 349 Personen, kommt aus der Nachbarstadt Boizenburg über die Landesgrenze.

Trotz der Werfttradition gibt es in Lauenburg mehr Arbeitskräfte, als die Stadt selbst benötigt. Die Tagesbevölkerung schrumpft leicht – von 11.499 auf 10.905 Frauen und Männer.

Geesthacht

In Geesthacht strömt nicht nur das Wasser der Elbe nach Hamburg, sondern auch die Menschen. Täglich strömen 6.217 Arbeiter den Fluss entlang nach Hamburg. Aus der Gegenrichtung kommen 1967 Hamburger, die in Geesthacht arbeiten. Die meisten anderen Berufspendler fahren zur Arbeit in die unmittelbare Umgebung. Im Nordbezirk kommt es nur vereinzelt zu Pendelbewegungen. Mindestens 103 Geesthachter fahren weiterhin zur Arbeit nach Lübeck. Das sind weniger als die Pendler in die niedersächsischen Gemeinden Lüneburg (167) und Winsen/Luhe (138).

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Die größte Stadt des Kreises mit 31.461 Einwohnern schrumpft im Tagesverlauf auf 29.285 Menschen. Ein Drittel der Bevölkerung (10.571) arbeitet im Ausland, 8.395 kommen von außerhalb nach Geesthacht.

Büro Hohe Elbgeest

Der Name klingt irgendwie hamburgisch. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass es sich beim Büro Hohe Elbgeest quasi um ein Wohnviertel Hamburgs handelt. 5.214 Menschen reisen täglich zur Arbeit in die Hansestadt, die anderen bleiben im Umland. Die 58 Pendler, die täglich über die Elbe nach Lüneburg fahren, legen mit 27 Kilometern bereits die längste Strecke zurück. Neben Hamburg (825) kommen fast alle Pendler aus den umliegenden Städten und Ämtern im Herzogtum Lauenburg und Stormarn.

Tagsüber leert sich das Büro Hohe Elbgeest drastisch: 8.698 Menschen gehen weg, nur 2.657 kommen rein. Die tägliche Einwohnerzahl liegt mit 14.470 deutlich unter der tatsächlichen Einwohnerzahl (20.511).

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Wentorf bei Hamburg

In der Gemeinde vor den Toren Hamburgs, die nahtlos in das Stadtgebiet der Elbmetropole übergeht, überraschen die Zahlen auch nicht: Der Großteil der Beschäftigten (3.565) fährt nach Hamburg, 1.139 in die entgegengesetzte Richtung. Die anderen Wentorf-Pendler haben im Umkreis von zehn Kilometern in Stormarn und im Herzogtum Lauenburg Arbeit.

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Die tägliche Bevölkerung liegt 2.745 Menschen unter der tatsächlichen Bevölkerung von 13.370.

Quelle: https://pendleratlas.statisticsportal.de/

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