Jannah Theme License is not validated, Go to the theme options page to validate the license, You need a single license for each domain name.
Deutschland Nachrichten

Pelosis Ehemann bei Einbruch angegriffen und verletzt | Aktuelles Amerika | DW


Wie die Polizei der kalifornischen Metropole mitteilte, wurden in der Nacht Polizisten in das Haus von Nancy und Paul Pelosi in San Francisco gerufen. Als die Beamten eintrafen, griff der Angreifer den 82-jährigen Pelosi „gewaltsam“ mit einem Hammer an, um den beide Männer zuvor gerungen hatten. Die Polizei konnte den Angreifer überwältigen. Der Verdächtige sei unter anderem wegen versuchten Mordes und Körperverletzung festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Zu seinem Motiv wurde eine Untersuchung eingeleitet.

Pelosi wurde nach dem Angriff in ein Krankenhaus gebracht. Das Büro seiner Frau sagte, er werde sich voraussichtlich vollständig von dem Angriff erholen. Zu den Verletzungen wurden zunächst keine näheren Angaben gemacht. Die Nachrichtenagentur AP berichtete, er werde wegen Prellungen, starken Schwellungen und anderen Verletzungen behandelt. Nancy Pelosi war zum Zeitpunkt des Einbruchs nicht in San Francisco.

Rechtsextremer Hintergrund?

Das Motiv des Angreifers ist noch nicht bekannt. Medienberichte deuten jedoch darauf hin, dass der Angreifer anderthalb Wochen vor den Zwischenwahlen Nancy Pelosi ins Visier nehmen könnte, die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses und eine der mächtigsten Politikerinnen des Landes. Laut „Wall Street Journal“ hatte der Festgenommene zuvor auf Online-Plattformen rechtsextreme Ansichten und Verschwörungstheorien zur Pandemie verbreitet. Mehrere Medien berichteten, der Mann habe gefragt: „Wo ist Nancy?“ genannt. Der Demokrat ist ein häufiges Ziel verbaler Angriffe der politischen Rechten in Amerika. Der republikanische Ex-Präsident Donald Trump nennt sie immer wieder „Crazy Nancy“.

Polizisten vor dem Haus der Pelosis in San Franciscos gehobenem Viertel Pacific Heights

Nancy Pelosi, deren Wahlkreis in San Francisco liegt, fungiert seit 2019 zum zweiten Mal als Sprecherin des Repräsentantenhauses. Die 82-Jährige ist nach Präsident Joe Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris die Nummer drei im Bundesstaat. Ihr Spitzenamt dürfte sie allerdings bald verlieren: Laut Umfragen dürften die oppositionellen Republikaner den Demokraten bei den Kongresswahlen die Mehrheit im Repräsentantenhaus entreißen.

Biden verurteilt die Tat

US-Präsident Biden und Abgeordnete beider Parteien drückten ihren Schock über den Angriff aus und wünschten der Familie gute Besserung. Biden sprach von einem „schrecklichen Angriff“.

Neuneinhalb Jahre nach dem gewaltsamen Sturm auf das US-Kapitol im Januar 2021 ist die Zahl der Drohungen gegen Gesetzgeber auf ein Allzeithoch gestiegen. Im vergangenen Jahr untersuchte die Polizei rund 9.600 Drohungen gegen Mitglieder des Kongresses.

qu/fw (afp, ap, dpa, rtr)



Schaltfläche "Zurück zum Anfang"