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Deutschland Nachrichten

Patientenorientierte Gesundheitsversorgung sicherstellen – Bundesministerium für Gesundheit


Mit dem demografischen Wandel und steigender Lebenserwartung steigt die Zahl der Menschen mit Mehrfacherkrankungen. Die interdisziplinäre Betreuung und Weiterentwicklung einer ganzheitlichen medikamentösen Therapie soll daher die Gesundheitsversorgung und Versorgung der alternden Bevölkerung sicherstellen. Mit dem E-Health-Gesetz hat das Bundesgesundheitsministerium gesetzlich verankert, dass Menschen, die drei oder mehr Medikamente einnehmen, Anspruch auf einen Medikationsplan haben. Im Medikationsplan werden alle Medikamente, die der Patient einnimmt, übersichtlich und nachvollziehbar mit Dosierungs- und Einnahmehinweisen dokumentiert. So können Einnahmefehler oder gefährliche Wechselwirkungen vermieden werden. Gerade für ältere, chronisch kranke und mehrfach erkrankte Menschen ist dies eine große Hilfe.

Das E-Health-Gesetz enthält auch einen Fahrplan für die Einführung einer digitalen Infrastruktur mit höchsten Sicherheitsstandards und die Einführung sinnvoller Anwendungen auf der elektronischen Gesundheitskarte. Beides gehört auch zu den Themen, mit denen sich die Teilnehmer der Gesundheitsministerkonferenz in diesem Jahr beschäftigen.

Ein weiteres Thema ist die Weiterentwicklung der Gesundheitsberufe. Wichtige Schritte sind hier der „Masterplan Medizinstudium 2020“ und das Pflegeberufegesetz, das die Pflegeausbildung moderner und attraktiver gestalten soll. In einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe soll unter Einbindung von Experten ein Aktionsplan zur grundlegenden Weiterentwicklung anderer Gesundheitsberufe erarbeitet werden.

Die gesundheitliche und medizinische Versorgung von Flüchtlingen ist ein länderübergreifendes Thema, das auch auf der Gesundheitsministerkonferenz diskutiert wurde. Das Bundesgesundheitsministerium unterstützt dies mit zahlreichen Maßnahmen. So wurde beispielsweise ein bundesweit einheitlicher Standard zur Impfversorgung von Flüchtlingen eingeführt, für den das Robert Koch-Institut in Abstimmung mit der Ständigen Impfkommission ein Konzept zur Umsetzung von Frühimpfungen für Asylbewerber nach der Ankunft in Deutschland entwickelt hat. Darüber hinaus hat der Bund Traumazentren sowie eine Reihe von Forschungsprojekten und Veranstaltungen zur psychischen Gesundheit von Flüchtlingen finanziell unterstützt. Der in sieben Sprachen übersetzte Gesundheitsratgeber für Asylsuchende des Bundesministeriums für Gesundheit bietet einen Überblick über das deutsche Gesundheitssystem, Untersuchungen in Aufnahmeeinrichtungen und praktische Hinweise zum Schutz vor Krankheiten und Infektionen.

Die Gesundheitsministerkonferenz der Länder findet jedes Jahr in verschiedenen Bundesländern statt. 2018 übernimmt Nordrhein-Westfalen den Vorsitz.

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