Passwort sofort ändern: Hacker hatten Eventim-Kundendaten aus dem Darknet

Aktuelle Betrügereien

Aktualisiert am 10. Mai 2024, 7:18 Uhr

„Das kann mir nicht passieren“: Wenn es um Fremdgehen geht, sollte niemand mehr so ​​denken. Vor allem im Internet werden die Betrügereien immer raffinierter. Damit Sie richtig reagieren können, halten wir Sie hier auf dem Laufenden.

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Update vom 8. Mai: Nachdem Hacker versucht haben, Konzertkarten für Taylor Swift von der Eventim-Ticketplattform zu stehlen, sollten Kunden sofort handeln. Wichtig ist vor allem, Passwörter so schnell wie möglich zu ändern.

Betrüger hatten digitale Konzertkarten für Taylor Swifts Die aktuelle „The Eras“-Tour wurde gestohlen und man wollte wohl damit Geld verdienen. Darüber hatte zunächst das Fachportal „heise.de“ berichtet. In einer der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegenden Stellungnahme bestätigte Eventim den Datendiebstahl und den Weiterverkauf einiger Tickets: „Die Zahl der unerlaubten Weiterverkäufe liegt im niedrigen zweistelligen Bereich.“

Die Betrüger probierten Benutzernamen und Passwörter aus, die laut Eventim vermutlich aus dem Dark Web stammten. Dabei handelte es sich vermutlich um E-Mail- und Passwortdaten, die schon länger im Umlauf waren. Eventim rät Nutzern daher, „zuerst ihr E-Mail-Passwort und dann das Passwort ihres Kundenkontos zu ändern“.

Beim sogenannten „Credential Stuffing“ versuchen Cyberkriminelle, sich mit gestohlenen Zugangsdaten Zugriff auf viele Konten gleichzeitig zu verschaffen. Auch andere Passwörter für Benutzernamen würden getestet. Doch laut Eventim ist das Ändern von Passwörtern der wichtigste und naheliegendste Tipp für Betroffene. Kunden wurden kontaktiert und die Polizei eingeschaltet. „Passwörter von Konten, die wir als potenziell gefährdet einstufen“ wurden automatisch zurückgesetzt. Benutzerkonten seien nicht gesperrt worden, heißt es weiter.

Wer glaubt, zum Opfer geworden zu sein, sollte sich umgehend bei Eventim melden – am besten per E-Mail an sicherheit@eventim.de oder sich über das Helpcenter an unseren Kundenservice wenden, rät der Ticketanbieter. Laut Eventim wurden die Gelder der Käufer der gestohlenen Tickets vor der Weiterleitung gesichert und werden zurückerstattet. Der Ticketverkauf für die Taylor-Swift-Tour wurde vorübergehend eingestellt.

So schützen Sie sich: Um den unbefugten Zugriff auf Konten zu erschweren bzw. zu verhindern, sollten Nutzer nach Möglichkeit eine Multi-Faktor-Authentifizierung nutzen. Auf Anfrage von heise.de teilte der Ticketanbieter mit: „Die Multi-Faktor-Authentifizierung wird in einigen Bereichen bereits eingesetzt und wird in Zukunft weiter ausgerollt.“ (dpa)

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Ein Fremder schickt dir Geld – am Ende verlierst du den doppelten Betrag

Update vom 8. Mai 2024: „Entschuldigung, ich habe einen Fehler bei der E-Mail-Adresse gemacht. Könnten Sie das Geld über die Option „Freunde und Familie“ zurücksenden?“ Wer als PayPal-Nutzer eine solche Nachricht erhält, denkt vielleicht: Das kann passieren, ich kann das Problem dieser Person schnell lösen. Natürlich gehört das Geld auch nicht Ihnen. Der kleine Gefallen ist dem Fremden schnell erledigt und die Summe zurückerstattet.

Wie das ZDF berichtet, machen sich Betrüger mit einer neuen Masche genau diese Hilfsbereitschaft und Anstand zunutze. Aber Vorsicht: Schicken Sie das Geld mit der Zahlungsoption „Freunde und Familie“ zurück, behaupten die Betrüger im nächsten Schritt, sie hätten Ihnen Geld für eine Ware oder Dienstleistung geschickt, die nie geliefert oder erbracht wurde. PayPal aktiviert dann den Käuferschutz und bucht Geld von Ihrem Konto ab – ohne zu wissen, dass Sie den Betrag zurückerstattet haben.

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Der Hintergrund: Für die ursprüngliche Zahlung nutzen die Betrüger die Option „Waren und Dienstleistungen“, die Käuferschutz bietet. Wenn der Empfänger das Geld jedoch über „Freunde und Familie“ zurückschickt, verzichtet er auf jeglichen Schutz. Das Ergebnis: Sie werden dazu aufgefordert im Rahmen der Prüfung des Käuferschutzantrages einen Versandnachweis zu erbringen, was in diesen Fällen mangels Verkauf nicht möglich ist. Der Käuferschutzantrag wird dann zugunsten des vermeintlichen Verkäufers genehmigt und der Betrag wird ihm zurückerstattet. Das bedeutet, dass der Betrag am Ende wieder eingezogen wird, obwohl Sie ihn ursprünglich zurückgeschickt haben.

So verhalten Sie sich richtig: Wenn Sie jemand bittet, Geld zurückzusenden, verwenden Sie immer die Option „Rückerstattung senden“. So ordnet PayPal die Zahlung korrekt der ursprünglichen Transaktion zu und Sie verhindern, dass Betrüger fälschlicherweise den Käuferschutz in Anspruch nehmen. Wer auch immer stattdessen gefragt wird Die Funktion „Rückerstattung senden“ über „Für Freunde und Familie“ solle eine Rücksendung von Geld immer verweigern, betonte man PayPal auf Anfrage bei unserer Redaktion. Dabei könnte es sich um den beschriebenen Betrugsversuch handeln.

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