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Österreichische Lebensmittelhändler geben Essensrationen bei Stromausfall aus — RT Business News


Der Notfallplan zielt darauf ab, die lebenswichtige Versorgung der Bürger im Falle von Massenstromausfällen sicherzustellen

Österreich hat am Dienstag Notfallmaßnahmen vorgestellt, um Lebensmittel und andere lebensnotwendige Dinge für die Menschen im Falle von Stromausfällen in diesem Winter zu sichern. Der Plan, der auf der Website des Ministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus des Landes veröffentlicht wurde, sieht vor, dass alle Lebensmittelgeschäfte in Österreich am ersten Tag eines möglichen Stromausfalls geschlossen bleiben müssen.

Am zweiten Tag sollen die Geschäfte geschlossen bleiben, aber als Zentren fungieren, in denen zwischen 10:00 und 15:00 Uhr Tüten mit frischen Produkten an die Bewohner verteilt werden.

Darüber hinaus bieten die Märkte vorbereitete Tüten mit Wasser, Dauerbrot, Konserven, Convenience-Produkten und Kerzen gegen Barzahlung an. Babyartikel und Hygieneartikel werden auf Anfrage zur Verfügung gestellt.

Ab dem dritten Tag werden aus Sicherheitsgründen nur noch Produkte aus dem Trockensortiment angeboten.

Alle großen österreichischen Einzelhändler haben dem Programm zugestimmt, darunter Spar, Maximarkt, Billa, Penny, Lidl, Frisch, Unimarkt, M-Preis und andere.

Den Bewohnerinnen und Bewohnern wurde empfohlen, sich mit haltbaren Lebensmitteln einzudecken und einen 14-Tages-Vorrat zu Hause zu haben, sowie Kleingeld in Höhe von rund 100 Euro pro Familienmitglied aufzubewahren.


Das Konzept wurde in Abstimmung mit der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), der Österreichischen Nationalbank (OeNB) und dem Energieministerium sowie Vertretern des Lebensmitteleinzelhandels und des Österreichischen Gemeindebundes erstellt.

Zwar betonten Beamte, dass die Lebensmittelversorgung in Österreich derzeit sicher sei und die Gefahr einer Stromknappheit „sehr gering und unwahrscheinlich“, stellten sie fest, dass „Neue potenzielle Herausforderungen erfordern eine rechtzeitige Vorbereitung, um für eine Krise gewappnet zu sein.

Unser Lebensmittelhandel ist verantwortungsvoll und hat seine Krisenbewältigung bereits bewiesen. Die heute vorgestellte Lösung für den Fall eines möglichen Massen-Blackouts ist ein Modell für ganz Europa und zeigt, dass unsere Ernährungswirtschaft als Teil des Systems Kritischer Infrastrukturen krisenfest ist“, kommentierte der Vorsitzende des Lebensmitteleinzelhandelsverbandes Christophe Tamandl das Vorhaben.

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