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Nigeria: Viele Tote bei versehentlichem Militärangriff


Nigeria: Viele Tote bei versehentlichem Militärangriff

Stand: 5. Dezember 2023 4:48 Uhr

Bei einem Drohnenangriff der nigerianischen Armee wurden versehentlich Dutzende Zivilisten getötet. Bei einem „militärischen Drohnenangriff auf Terroristen und Banditen“ seien muslimische Gläubige „versehentlich getötet und viele verletzt“ worden.

Das nigerianische Militär soll bei einem Einsatz gegen Rebellen versehentlich zahlreiche Zivilisten getötet haben. Eine Versammlung von Muslimen in einem Dorf im Regierungsbezirk Igabi im Bundesstaat Kaduna sei am Sonntagabend mit einer Drohne angegriffen worden, sagte Gouverneur Uba Sani.

Eigentlich zielte die Drohne auf „Terroristen und Banditen“, tötete aber versehentlich Zivilisten und verletzte viele weitere.

Amnesty International spricht von 120 Toten

Das Büro der Menschenrechtsorganisation Amnesty International in Nigeria sagte, 120 Menschen seien gestorben und berief sich dabei auf Berichte von Arbeitern und Freiwilligen in der Region. Viele der Opfer seien Kinder, sagte die örtliche Direktorin von Amnesty International, Isa Sanusi, der Nachrichtenagentur AP. Weitere Leichen würden vor Ort geborgen.

Die Armee machte keine Angaben zur Zahl der Toten bei dem Vorfall im Dorf Tudun Biri. Anwohner sprachen von 85 Toten und 60 Verletzten.

Ein Anwohner sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass bisher 30 Todesopfer identifiziert worden seien. Dutzende Verletzte seien in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Kaduna gebracht worden, sagte der örtliche Sicherheitsbeamte Samuel Aruwan. Gouverneur Sani ordnete eine Untersuchung an.

Wiederholte Angriffe

Der für die Operationen in Kaduna zuständige General der Militäreinheit, Valentine Okoro, wurde von der Landesregierung mit den Worten zitiert, die Armee sei auf einer Routinemission gegen Terroristen. Die Aktionen der Streitkräfte hätten unbeabsichtigt Mitglieder der Gemeinde getroffen, sagte er der Erklärung zufolge.

Angriffe von Extremisten und Rebellen lösen in weiten Teilen Nordwest- und Zentralnigerias Angst und Schrecken aus. Die Streitkräfte zielen häufig aus der Luft auf Verstecke bewaffneter Gruppen ab, doch Berichten zufolge wurden in einigen Fällen auch Dorfbewohner getroffen.

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