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Niederrhein: Mann fährt ohne Führerschein – seine Kinder und er sterben


Fünf Tage nach dem schweren Unfall eines Autos bei Rheurdt am Niederrhein stellte sich heraus, dass der 47-jährige mutmaßliche Fahrer keinen Führerschein gehabt haben soll. Das berichtet „Bild“.

Der 47-Jährige aus Geldern und seine beiden kleinen Kinder, ein einjähriges Mädchen und ein dreijähriger Junge, erlagen am Montagnachmittag an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Ein 26-Jähriger, der ebenfalls im Auto saß, befinde sich in einer Spezialklinik, sei inzwischen aber außer Lebensgefahr, teilte die Polizei Kleve am Dienstag mit.

Vater hatte keinen Führerschein – er und seine Kinder starben

„Das Fahrzeug des Fahrers hatte Kennzeichen eines anderen auf ihn zugelassenen Autos. Das Unfallauto war nicht haftpflichtversichert und der Fahrer hatte keinen Führerschein“, sagte Oberstaatsanwalt Johannes Hoppmann. Es gibt keine Hinweise auf Drogenkonsum. Zum Zeitpunkt des Unglücks habe es stark geregnet, teilten die Beamten mit. „Der Fahrer hat vermutlich aus noch nicht geklärten Gründen die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren“, sagte eine Polizeisprecherin.

Nach derzeitigem Kenntnisstand gehen die Ermittler davon aus, dass der Pkw bei Rheurdt-Schaephuysen (NRW) einen Traktor überholen wollte und aus unbekannter Ursache von der Fahrbahn abkam. Das Fahrzeug prallte gegen einen Baum und wurde in zwei Teile gerissen. Der Traktorfahrer wurde nicht verletzt. „Ein unvorstellbares Bild dessen, was die Rettungsdienste zu bieten haben“, sagte eine Polizeisprecherin. Die Angehörigen werden vom polizeilichen Opferschutz und einem Notseelsorger betreut.



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