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Deutschland Nachrichten

Neuigkeiten zur Corona-Pandemie: Schulen hätten laut Wieler offen bleiben können


Neuigkeiten zu Corona vom 26. Januar 2023

RKI-Chef Wieler sieht die Bewältigung der Pandemie als „unbedingt“ notwendig an

7:00 Uhr vormittags: Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI) hält den Umgang mit der Corona-Pandemie für notwendig. „Unbedingt“ müsse es eine solche Analyse geben, sagte Lothar Wieler in einem Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“ (Donnerstag). „Als Wissenschaftler möchte ich wissen: Welche Maßnahmen waren angemessen, wie waren die Kosten-Nutzen-Effekte?“

Offenbar sehen das die Menschen in Deutschland ähnlich: Eine von der „Zeit“ in Auftrag gegebene Umfrage zeigt, dass eine Mehrheit der rund 2.500 Befragten – 58 Prozent – ​​dafür sind, sich mit Fehlentscheidungen im Umgang mit Corona auseinanderzusetzen.

Auf die Frage nach dem Schutz der Interessen von Kindern und Jugendlichen in der Pandemie sagte der RKI-Chef unter anderem: „Wir haben immer wieder Empfehlungen ausgesprochen, die den Betrieb von Schulen und Kitas hätten ermöglichen können, wenn auch mit Aufwand.“ Ich habe nie nur die Alternative gegeben: entweder wenige Tote oder Schulen offen halten. Allerdings sei während der Pandemie der vorhandene Spielraum „nicht ausreichend mit der nötigen Sorgfalt, Ruhe und Sachlichkeit bedacht worden“.

Auch sei zunächst nicht bekannt, inwieweit Kinder an Corona erkrankten und inwieweit sie von Spätfolgen betroffen seien, betonte Wieler. „Wir mussten sie auch beschützen.“ Die Umsetzung ist Aufgabe der Politik und der Verantwortlichen vor Ort. „Und es war immer klar, dass jede Maßnahme Nebenwirkungen hat“, sagte er der Zeit. Auf die Frage nach eigenen Fehlern in der Pandemie sagte Wieler, er habe wegen Überarbeitung zu wenige Gespräche geführt, um das komplexe Geschehen besser einzuordnen.

Das RKI und das Bundesgesundheitsministerium gaben kürzlich bekannt, dass Wieler das Institut im April verlassen werde. Was er in Zukunft machen wird, sagte er der „Zeit“ nicht. Der Abschied vom RKI und der Zeitpunkt dieses Schrittes seien seine persönliche Entscheidung gewesen. Mittlerweile ist die Pandemie beherrschbar. Dies ist ein guter Zeitpunkt, um aufzuhören. Und er will wieder etwas Neues machen.

Nach Angaben des Ausgehenden RKI-Chef-Wieler-Schulen hätten während der Pandemie geöffnet bleiben können

Donnerstag, 26. Januar 2023, 6:58 Uhr: Der scheidende Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hat sich kritisch zu Schulschließungen während der Corona-Pandemie geäußert. „Es gab nie nur die Alternative: Entweder ein paar Tote oder die Schulen offen halten“, sagte Wieler der Wochenzeitung „Die Zeit“ nach Informationen vom Mittwoch. „Der verfügbare Spielraum wurde während der gesamten Pandemie nicht mit der notwendigen Sorgfalt, Ruhe und Objektivität betrachtet.“

Das RKI habe „immer Empfehlungen ausgesprochen, die den Betrieb von Schulen und Kitas ermöglicht hätten, wenn auch mit Aufwand“, sagte Wieler. „Er hätte mehr Gespräche führen sollen, um diese komplexen Vorgänge besser einzuordnen. Ich habe das nicht genug getan.“

Wieler sprach sich für einen Umgang mit der Pandemie aus: „Als Wissenschaftler will ich wissen: Welche Maßnahmen waren angemessen, wie waren die Kosten-Nutzen-Effekte?“ er sagte. Dies muss fundiert, „als saubere Analyse“ geschehen.

Forderungen, das RKI künftig institutionell unabhängig vom Bundesgesundheitsministerium aufzustellen, lehnt Wieler klar ab: Damit würde das Institut „eine entscheidende Funktion verlieren, nämlich eine rechtlich legitimierte Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politikberatung zu sein“. Darin liege eine der Stärken des deutschen Wissenschaftssystems: „Wir sollten es nicht einfach aufgeben, weil es gerade populär erscheinen mag.“

Wieler hatte vor zwei Wochen angekündigt, dass er zum 1. April als Präsident des Robert-Koch-Instituts zurücktreten werde. Seit 2015 leitet er die Einrichtung.

Keiner Corona– Sonderregelungen mehr an Schulen und Kitas in NRW

Mittwoch, 25. Januar, 12:00 Uhr: Mit der Aufhebung der Corona-Isolationspflicht werden auch anlassbezogene Corona-Tests in Schulen und Kitas in Nordrhein-Westfalen schrittweise eingestellt. Damit werde die reguläre Ausgabe von fünf Selbsttests pro Monat an Schulen beendet, teilte das Bildungsministerium am Mittwoch mit. Für eine Übergangszeit konnten Schulen noch bis zum 10. Februar eine reduzierte Anzahl von Selbsttests bestellen. Danach wird das Bestellportal geschlossen. Allfällige Restbestände können auf Anfrage und nach Bedarf auch an Studierende, Lehrende und Mitarbeitende ausgehändigt werden.

Masken können in Schulen weiterhin freiwillig getragen werden. Nach Angaben des Ministeriums entscheiden Lehrer, Schüler und ihre Eltern eigenständig. Nach Wegfall der Isolationspflicht am 1. Februar wurde positiv getesteten Personen jedoch dringend empfohlen, mindestens eine medizinische Maske für fünf Tage in Innenräumen außerhalb der eigenen Wohnung zu tragen. Die generelle Empfehlung zum Tragen einer Maske wird aufgehoben.

Außerdem gilt für alle der Grundsatz: Wer krank ist, soll die Schule nicht besuchen. Die allgemeinen Hygieneregeln wie die bewährte Husten- und Niesetikette, regelmäßiges Händewaschen und -desinfizieren sowie regelmäßiges Lüften gehören nach wie vor zum normalen Schulalltag.

„Die Pandemie hat Ihnen und uns allen in den vergangenen Monaten und Jahren viel abverlangt“, sagte Schulministerin Dorothee Feller (CDU). Die Landesregierung werde ihren Teil dazu beitragen, „dass dieser lang ersehnte Schritt in die Normalität gelingt und bestmöglich abgesichert ist“.

Auch in Kitas wird es keine Sonderregelungen mehr geben. Auch die Regelungen zur anlassbezogenen Prüfung entfallen dort ersatzlos. Das Familienministerium teilte mit, dass die Abgabe von Corona-Tests zum 10. Februar eingestellt werde. Bestehende Testvorräte können an Eltern ausgegeben werden, solange das Verfallsdatum noch nicht abgelaufen ist. Unabhängig von der Corona-Pandemie gilt: Ein Kind mit Krankheitssymptomen gehört nicht in die Kita.

„Die Entwicklung der Pandemie ermöglicht es nun weiten Teilen der Gesellschaft – und dazu zählen insbesondere Kinder, die in der Pandemie stark belastet waren und oft zurückstecken mussten – in vielen Bereichen zur Normalität zurückzukehren“, sagte Familienministerin Josefine Paul (Grüne ).

Mehr junge Nichtschwimmer wegen Corona: Wie sollen Kinder schwimmen lernen?

Dienstag, 24. Januar, 6:00 Uhr: Im Grunde ist es ganz einfach: Weniger Schwimmbäder bedeuten weniger Schwimmunterricht – und weniger selbstbewusste Schwimmer. Während der Corona-Pandemie gab es Zeiten, in denen überhaupt kein Schwimmunterricht stattfand. Das Ergebnis: Laut einer neuen Forsa-Umfrage hat sich der Anteil der Nichtschwimmer unter den Grundschulkindern in Deutschland innerhalb von fünf Jahren verdoppelt.

Im vergangenen Jahr konnten 20 Prozent der Kinder zwischen sechs und zehn Jahren nicht schwimmen – fünf Jahre zuvor waren es noch 10 Prozent, teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft in Bad Nenndorf mit. „Der Unterschied ist gravierend, aber angesichts der Entwicklungen der letzten zwei bis drei Jahre nicht verwunderlich“, sagte DLRG-Präsidentin Ute Vogt. Sie warnte: „So wie Jungen und Mädchen lesen, schreiben und rechnen lernen, müssen sie auch schwimmen lernen. Wir müssen dafür sorgen, dass jedes Kind bis zum Ende der Grundschule sicher schwimmen kann.“

Die DLRG, nach eigenen Angaben Deutschlands größter privater Anbieter von Schwimmtrainings, hatte die repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben. Die bisher letzte vergleichbare Studie stammt aus dem Jahr 2017. Im August 2022 wurden bundesweit 2000 Personen ab 14 Jahren befragt. Dabei ging es unter anderem darum, ob sie sich selbst als Nichtschwimmer, unsichere Schwimmer oder selbstsichere Schwimmer einstuften.

Mit 57 Prozent ist der Anteil der Kinder, die von ihren Eltern als sichere Schwimmer eingestuft werden, im vergangenen Jahr nahezu gleich geblieben – 2017 waren es 59 Prozent, 2010 sogar 64 Prozent. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil vermeintlich sicherer Schwimmer: 26 Prozent der Eltern von Sechsjährigen gaben an, dass ihr Kind bereits sicher schwimmen könne. Bei den Zehnjährigen waren es 83 Prozent. Nur: Aus Sicht der DLRG fällt vielen Eltern diese Einschätzung schwer. „Mütter und Väter sind noch zu oft der Meinung, dass ihr Kind schwimmen kann, wenn es das Seepferdchen hat“, sagt Christian Landsberg, Ausbildungsleiter im DLRG-Präsidium. „Da sind sie auf dem falschen Weg.“

Weil das Seepferdchen bescheinigt, dass man wichtige Grundlagen beherrscht, erklärte Landsberg, dass man nur sicher schwimmen könne, wenn man den Freischwimmer, also das Bronzeabzeichen, bestanden habe. Allerdings haben 21 Prozent der Kinder, die nach Angaben ihrer Eltern sicher oder zumindest unsicher schwimmen können, kein einziges Badge absolviert. Die DLRG geht davon aus, dass sechs von zehn Kindern oder 58 Prozent am Ende der Grundschule keine sicheren Schwimmer sind.

Die Umfrage ergab, dass mehr als jedes zweite Kind (54 Prozent) zwischen sechs und zehn Jahren das Seepferdchen hat, 2017 waren es 69 Prozent. 24 Prozent der Kinder haben den Freischwimmer absolviert, 13 Prozent können Silber und drei Prozent Gold nachweisen. Von den Kindern ab zehn Jahren haben 42 Prozent den Freischwimmer absolviert, 24 Prozent haben Silber und acht Prozent Gold. Die Hälfte der Befragten gab an, gut oder sehr gut schwimmen zu können. Nur 35 Prozent der Menschen mit Hauptschulabschluss schätzen sich als gute Schwimmer ein, 38 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund – und nur 37 Prozent der über 60-Jährigen.

„Was uns an der Übersichtlichkeit überrascht hat, ist der Einkommensunterschied“, sagte Vogt. Fast die Hälfte (49 Prozent) der Kinder aus Haushalten mit einem monatlichen Nettoeinkommen von weniger als 2.500 Euro kann laut Umfrage nicht schwimmen – bei einem Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 4.000 Euro sind es zwölf Prozent. Vogt betonte: „Schwimmen können sollte keine Frage des Geldes sein. Umso wichtiger ist es, dass jede Schule das Schwimmen angemessen vermitteln kann.“

Dafür sind allerdings Bäder notwendig. Doch während der Energiekrise will laut einer kürzlich veröffentlichten Umfrage des Beratungsunternehmens Ernst & Young fast jede dritte Kommune in Deutschland Hallen- und Freibäder schließen oder den Betrieb einschränken, viele haben es bereits getan. Das merken auch die Trainer: Die niedrigere Wassertemperatur erschwert den Jüngsten das Training, sagte Arne Grosser, DLRG-Schwimmtrainer aus Hannover. „Wir haben donnerstags eine Stunde für die Seepferdchengruppe eingeplant, aber meistens können wir die Zeit nicht voll ausnutzen. Irgendwann sind die Kinder durchgefroren und müssen früher raus. Es dauert dann länger als sonst, den Parcours zu erreichen Ziel.“ Zudem seien aufgrund der hohen Nachfrage 30 Kinder im Kurs – „deutlich mehr als wünschenswert“.

Laut Forsa-Zahlen haben 87 Prozent der Befragten ein barrierefreies Schwimmbad in der Nähe. 2017 waren es 92 Prozent. Bei Menschen aus Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern waren es 78 Prozent – nach 90 Prozent vor fünf Jahren. „Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Trend im Bäderangebot in die falsche Richtung geht“, kritisierte Vogt.

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