Neue Werbeformate: Amazon will Prime Video mit Werbung vollstopfen

Amazon will im Basis-Abo von Prime Video deutlich mehr Werbung zeigen. In einem an Werbekunden gerichteten Blogbeitrag stellt das Unternehmen neue Werbeformate vor, die den Einkauf der beworbenen Produkte direkt über die Fernbedienung des Smart-TVs ermöglichen.

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Während viele interaktive Anzeigen so konzipiert sind, dass sie in der dafür vorgesehenen Werbefläche geschaltet werden, hat Amazon eine zusätzliche Möglichkeit entdeckt, seinen Nutzern Werbung anzuzeigen. Zukünftig können Werbeformate auch abgespielt werden, wenn Nutzer die Wiedergabe durch Drücken der Pause-Taste stoppen.

Bei pausierter Wiedergabe können spezielle transparente Werbetafeln angezeigt werden, erklärt Amazon. Dort können Marken ihre Werbebotschaften platzieren und darauf hoffen, dass Nutzer mit ihrer Fernbedienung angezeigte Produkte in den Warenkorb legen oder auf „Mehr erfahren“ klicken, wodurch eine E-Mail an das Nutzerkonto gesendet wird.

„Diese Anzeigen gehen über eine klassische Werbeunterbrechung hinaus, da das interaktive Overlay den Kunden solange zur Verfügung steht, wie der Inhalt pausiert ist“, lobt Amazon das neue Werbeformat im Blogbeitrag. In der Praxis bedeutet dies, dass den Nutzern künftig mehr Werbung angezeigt wird als bisher.

Es ist unklar, wann und wo die neuen Anzeigen umgesetzt werden. Hierzu macht Amazon im Blogeintrag keine Angaben. Amazon plant, weitere Details auf seiner Vorabkonferenz bekannt zu geben, die am 14. Mai beginnt.

Seit dem 5. Februar gibt es beim Amazon-Streamingdienst Prime Video standardmäßig Werbeunterbrechungen bei Filmen und Serien. Wer die Werbespots nicht sehen möchte, muss zusätzlich 3 Euro pro Monat bezahlen. Mit den Werbepausen bei Prime Video folgt Amazon dem Beispiel der Konkurrenten Netflix und Disney+, die bereits Werbeabonnements im Portfolio haben.

Nach eigenen Angaben erreicht Prime Video jeden Monat weltweit 200 Millionen Werbekunden. Laut interner Amazon-Recherche führten interaktive Anzeigen zu zehnmal mehr Aufrufen von Produktseiten als herkömmliche Formate, schreibt das Unternehmen.


(Dort)

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