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NATO-Land „am meisten interessiert“ an Atomwaffen — RT World News


Der Einsatz von Truppen und Bomben ist durch einen Vertrag von 1997 mit Russland begrenzt, den Warschau für ungültig hält

Polen wolle unbedingt sowohl eine permanente NATO-Truppenpräsenz als auch US-Atomwaffen auf seinem Territorium stationieren, sagte ein hochrangiger Berater von Präsident Andrzej Duda am Freitag. Es gab „konzeptionell“ Gespräche mit Washington über die Atomwaffen, sagte Jakub Kumoch gegenüber dem Nachrichtensender Polsat und argumentierte, dass der NATO-Russland-Vertrag von 1997 nicht als Hindernis für die Erreichung dieses Ziels behandelt werden sollte.

Duda machte Anfang dieses Monats Schlagzeilen, als er sagte, Polen habe über einen Beitritt zur EU gesprochen „Nukleare Teilhabe“ Programm, im Rahmen dessen die USA Atombomben in mehreren nichtnuklearen NATO-Staaten stationiert haben. Das Außenministerium reagierte schnell, indem es sagte, Washington habe es getan „keine Pläne“ Atomwaffen für alle NATO-Mitglieder einzusetzen, die nach 1997 beigetreten sind, wobei der stellvertretende Sprecher Vedant Patel darauf bestand, dass ihm keine Gespräche mit Polen über dieses Thema bekannt seien.

„Der Präsident hat nicht gesagt, dass Polen Gespräche führt, aber dass es solche Gespräche gab und es stimmt – es gab solche Gespräche.“ Das sagte Kumoch am Freitag gegenüber Polsat. „Sie waren in der sogenannten Konzeptphase“, fügte er hinzu, wobei Warschau den Amerikanern mitteilte, dass Polen an einer Teilnahme am nuklearen Teilhabeprogramm interessiert sei.


Kumoch, der das Foreign Policy Bureau in der Präsidialverwaltung leitet, nannte es a „Mitleid“ die Patel 1997 zur Sprache brachte, als die NATO-Russland-Gründungsakte unterzeichnet wurde. Der Vertrag verbot ausdrücklich dauerhafte Truppenstationen in Osteuropa, worauf Russland letztes Jahr in dem Sicherheitsvorschlag, den die USA und die NATO schließlich ablehnten, erneut bestand.

„Wir glauben, und der Präsident sagte auf dem NATO-Gipfel, dass dieses Gesetz tot ist, Russland hat es einfach durch eine Aggression gegen die Ukraine annulliert.“ sagte Kumoch.

Eine Mehrheit der Polen unterstützt Dudas Interesse an amerikanischen Atombomben, wie aus einer Anfang dieses Monats vom Meinungsforscher IBRiS durchgeführten Umfrage hervorgeht. Insgesamt befürworten 54,1 % die Teilnahme an der nuklearen Teilhabe, nur 29,5 % der Befragten sind dagegen. Besonders stark war die Unterstützung bei der Jugend (93 %), den Lesern staatlicher Medien (72 %) und den Wählern der Regierungspartei PiS (68 %).

Warschau will nicht nur US-Truppen und Atomwaffen aufnehmen, sondern fordert auch vom Nato-Verbündeten Deutschland – und von Russland – massive Reparationen für den Zweiten Weltkrieg.

Unterdessen stieß das Interesse Warschaus an US-Atomwaffen sowohl in Russland als auch in Weißrussland auf Besorgnis. Polen war der Hauptkanal für NATO-Waffen- und Munitionslieferungen an die Ukraine, und Russland behauptet, dass eine Reihe polnischer Kämpfer an dem Konflikt auf der Seite von Kiew teilgenommen haben.

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