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Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg erwartet dies von den Mitgliedsstaaten des Bündnisses


„Ich gehe davon aus, dass es beim Nato-Gipfel in Vilnius im Juli dieses Jahres ein neues Ziel für die Verteidigungsausgaben geben wird“, sagte Stoltenberg der „Welt“ (Mittwochsausgabe). „Das Zwei-Prozent-Ziel galt zunächst für ein Jahrzehnt, also bis 2024. Also müssen wir es jetzt aktualisieren.“

Worauf sich die Mitgliedstaaten konkret einigen würden, könne er laut Generalsekretär noch nicht sagen. „Aber ich gehe davon aus, dass es ein ehrgeizigeres Ziel sein wird als bisher, weil alle sehen, dass wir mehr investieren müssen.“ Er ist sich sicher, dass es beim Gipfel in Litauen eine Einigung geben wird. Das Ziel, die Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen, sei 2014 beim Nato-Gipfel in Wales beschlossen worden, so der Generalsekretär. Auslöser der Entscheidung seien die Annexion der Krim durch Russland und der russische Einmarsch im Donbass gewesen. Deutschland wolle auch mehr für die Verteidigung ausgeben, „denke an die zusätzlichen 100 Milliarden im Sonderhaushalt“, sagte Stoltenberg. Allerdings hat Deutschland das Zwei-Prozent-Ziel noch nicht erreicht.

dts Deutsche Textdienst Nachrichtenagentur GmbH