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Nach mehreren Zwischenfällen: Katar ändert Politik gegen Regenbögen in WM-Stadien

Nach mehreren Zwischenfällen
Katar ändert Politik gegen Regenbögen in WM-Stadien

In den frühen Tagen der Weltmeisterschaft wurden mehrere Fans von Sicherheitskräften belästigt, weil sie Regenbogenfarben trugen. Das soll sich ab sofort ändern: Der walisische Verband interveniert bei der FIFA. Sie soll nun angewiesen haben, die Eingriffe in allen Stadien einzustellen.

Walisische Fans dürfen mit ihren Hüten und Fahnen in Regenbogenfarben für die bevorstehenden WM-Spiele in Katar ohne Sanktionen ins Stadion eingelassen werden. Das teilte der Fußballverband von Wales auf Twitter mit. Das hätte der Weltverband FIFA vor dem Gruppenspiel am Freitag gegen den Iran bestätigt. „Alle WM-Austragungsorte wurden kontaktiert und angewiesen, sich an die vereinbarten Regeln und Vorschriften zu halten“, sagte der Waliser.

Walisische Fans gerieten zu Beginn der Weltmeisterschaft in Schwierigkeiten, als sie das Stadion betraten, weil sie Regenbogenmützen trugen. Diese wurden den weiblichen Fans vor dem 1:1-Unentschieden ihrer Mannschaft gegen die USA am Montagabend im Ahmad-bin-Ali-Stadion von Al-Rajjan abgenommen. Die traditionellen Kopfbedeckungen namens Bucket Hats hatten als Zeichen der Solidarität mit der LGBTQI+-Community Fächer mit farbigen Streifen.

Auch andere Fans, darunter ein deutscher Anhänger, hatten bei dieser WM Ärger mit dem Stadionpersonal wegen Utensilien in Regenbogenfarben. Immer wieder wurden die Besucher aufgefordert, ihre knallbunte Kleidung abzulegen und die entsprechenden Motive zu verdecken. Die Antwort des Fußballweltverbands FIFA auf eine Anfrage des WM-Teilnehmers Wales zeigt nun, dass diese Eingriffe gestoppt werden. Laut Gesetz ist Homosexualität in Katar illegal und kann mit bis zu sieben Jahren Gefängnis bestraft werden.

Der Fußballverband von Wales (FAW) kritisierte die Vorfälle umgehend. Die FAW teilte am Dienstag mit, man sei von den entsprechenden Meldungen äußerst enttäuscht. Demnach wurden auch Vereinsmitglieder aufgefordert, ihre Hüte vor dem Spiel abzunehmen und wegzuwerfen, bevor ihnen der Zutritt gewährt werde. „Wir sind fest davon überzeugt, dass Fußball für ALLE etwas ist“, sagten die Waliser und forderten die FIFA auf, „sich an ihre Botschaft zu halten, dass jeder während der Weltmeisterschaft in Katar willkommen ist“.

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