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Nach dem Tod eines Deutschen: Das Gericht prüft Anträge auf Kaution


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Ein Fahrzeug nach dem Angriff auf den deutschen Touristen in der Nähe des Krüger-Nationalparks am 3. Oktober 2022. © Selvy Mohlala/SAPS Mpumalanga/dpa

Im Herbst 2022 stirbt ein deutscher Tourist nach einem Angriff auf dem Weg zum Krüger-Nationalpark. Wann der Prozess gegen die drei Verdächtigen beginnen kann, ist noch offen.

Mbombela – Vor Beginn des Prozesses im Fall eines getöteten Touristen aus Fulda muss das Gericht in Südafrika noch über Freilassungsanträge von zwei Verdächtigen entscheiden. Das sagte eine Sprecherin der National Law Enforcement Agency (NPA), Monica Nyuswa, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Die für Dienstag geplante Verschiebung des Prozessbeginns teilte die NPA zunächst nicht mit. Die Männer im Alter zwischen 25 und 38 Jahren erschienen laut NPA am Dienstagmorgen vor dem Bezirksgericht in der Kleinstadt Kabokweni im Nordosten des Landes. Das Gericht habe die mutmaßlichen Täter nicht befragt, sondern eine Anhörung auf Kaution für zwei der Verdächtigen für den 16. Februar angeordnet, sagte Nyuswa. Die drei Verdächtigen sitzen demnach bis dahin in Untersuchungshaft. Bei einem der drei Männer war bereits vor einigen Wochen ein Antrag auf Haftentlassung abgelehnt worden.

Am 3. Oktober sollen die drei Verdächtigen den 67-Jährigen aus Fulda und drei weitere Deutsche auf dem Weg zu einer Safari-Lodge im berühmten Krüger-Nationalpark im Nordosten des Landes angegriffen haben. Als die Touristen sich weigerten, aus dem Auto auszusteigen und die Türen kurz vor dem Numbi-Eingang zum Nationalpark abschlossen, eröffnete einer der Täter das Feuer auf den Fahrer, teilte die Polizei mit. Der 67-Jährige starb. Den drei Verdächtigen werden Mord, versuchter Mord und versuchte Entführung vorgeworfen. Der Fall erregte bundesweite Aufmerksamkeit.

Obwohl Südafrika eines der beliebtesten Reiseziele in Afrika ist, hat es auch eine hohe Kriminalitätsrate. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Gewaltverbrechen in dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern erneut an. Nach Angaben der Regierung wurden allein zwischen Anfang Juli und Ende September mehr als 7.000 Menschen getötet. dpa