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Moderner Fünfkampf – Hindernisparcours ersetzt Springreiten


Der Springsport war mit dem Skandal um die deutsche Leichtathletin Annika Schleu bei den Olympischen Spielen im vergangenen Sommer unerträglich geworden. (IMAGO/ITAR-TASS)

Zuletzt hatte es bereits mehrere Testwettkämpfe gegeben.

Der Springsport war mit dem Skandal um die deutsche Leichtathletin Annika Schleu bei den Olympischen Spielen im vergangenen Sommer unerträglich geworden. Schleu war in Tokio auf Goldkurs gewesen, bis ihr gezogenes Pferd den Sprung verweigerte. Unter Tränen versuchte sie, das Tier mit Sporen und Peitsche wieder in Gang zu bringen, die Bilder gingen um die Welt.

Als Konsequenz wurde im November die Absage des Springsports verkündet – nach aktuellem Stand wird sie allerdings erst nach den Sommerspielen 2024 in Paris wirksam. Der Sport ist noch nicht Teil des olympischen Programms für 2028. „Wenn wir die Olympischen Spiele verlassen, werden wir nur noch ins Olympische Museum gehören“, sagte UIPM-Präsident Klaus Schormann. Der Kurs ist „die einzige Antwort“.

Die Entscheidung, den Hindernisparcours zu nutzen, der durch die Spielshow Ninja Warrior populär wurde, soll die Chancen des Fünfkampfs verbessern, wenn Los Angeles 2028 näher rückt. Auf dem Parcours müssen Luft- und Erdhindernisse gemeistert werden.

IOC-Präsident Thomas Bach sagte kürzlich, die Zukunft des Fünfkampfs hänge auch davon ab, „wie der Verband den Reitsport ersetzt“. Aus der Gruppe der Athleten waren bereits Einwände gekommen. Die Interessenvertretung Pentathlon United beklagte, dass die Exekutive des Weltverbandes die Mehrheitsmeinung der Athleten ignoriere. Sie hatten sich unter anderem in einer Umfrage von Pentathlon United dafür ausgesprochen, eine Disziplin aus dem Reitsport beizubehalten.

Diese Botschaft wurde am 13.11.2022 im Deutschlandfunk ausgestrahlt.