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Mitarbeiter Kirill Stremousov: „Gauleiter“ aus Cherson stirbt bei einem Verkehrsunfall

Mitarbeiter Kirill Stremousov
„Gauleiter“ aus Cherson kommt bei einem Verkehrsunfall ums Leben

Vor dem Krieg machte sich Kirill Stremousov als pro-russischer Agitator in der Region Cherson in der Südukraine einen Namen. Nach dem Einmarsch der Moskauer Truppen wurde der 45-Jährige stellvertretender Chef der Besatzungsbehörden. Nun stirbt der Überläufer bei einem Unfall weit weg von der Front.

Der stellvertretende Leiter der russischen Besatzungsbehörden in der Region Cherson, Kirill Stremouzov, ist Berichten zufolge bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Das berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur Ria Novosti. Wie die Agentur Interfax unter Berufung auf die Behörden mitteilt, ereignete sich der Unfall auf der Autobahn zwischen der Stadt Cherson und der Stadt Armyansk auf der Halbinsel Krim.

Crew-Chef Vladimir Saldo bestätigte Stremousovs Tod in einem Video auf Telegram. Einzelheiten nannte er nicht. Wenige Stunden nach Bekanntwerden der Nachricht ordnete das Verteidigungsministerium in Moskau den Abzug russischer Truppen aus der ukrainischen Stadt Cherson und Teilen der gleichnamigen Region an.

Stremouzov wurde 1976 in der ostukrainischen Region Donezk geboren. Er studierte an der Westukrainischen Nationaluniversität in der Stadt Ternopil und leitete später eine Fischfutterfirma. Vor dem Krieg organisierte der 45-Jährige pro-russische Demonstrationen in der Region Cherson und hetzte öffentlich gegen ukrainische Politiker.

Stremousow machte auch mit Gewalttaten auf sich aufmerksam. 2017 schlug er einen Polizisten im Rathaus von Cherson nieder. Ein Jahr später verletzte er einen Wachmann an einem öffentlichen Strand mit einer Pistole. Es gab auch weitere Angriffe auf Beamte und ukrainische Politiker. Laut Politologe Wladimir Molchanow kam Stremusow jedoch immer damit durch, weil er Kontakte zu hochrangigen pro-russischen Politikern pflegte.

Während der Coronavirus-Pandemie war Stremouzov einer der Organisatoren von Protesten gegen Quarantänebeschränkungen. Er veröffentlichte Videos auf YouTube, in denen er den Behörden vorwarf, Covid-19 absichtlich zu verbreiten, und sprach von der angeblichen Existenz von „US-Biolabs“ in der Ukraine – eine unbewiesene Lüge, mit der der Kreml unter anderem den Einmarsch in die Ukraine rechtfertigte.

2020 kandidierte Stremouzov für das Amt des Bürgermeisters von Cherson, erhielt aber nur 1,3 Prozent der Stimmen. Am 26. April ernannte der Kreml Stremouzov zum stellvertretenden Leiter der russischen Besatzungsbehörden der Region Cherson. In den lokalen Medien wurde er als „Gauleiter“ von Cherson bezeichnet. Stremousow hinterlässt seine schwangere Frau und fünf Kinder.

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